Was du über die Schwangerschaft wissen möchtest … nicht!

Wie wir ja bereits mitbekommen haben, schwängere ich derzeitig so vor mich hin. Aktuell in SSW39, oder auch 38+1, 10. Monat oder um es einfach zu halten… es geht noch 2 Wochen bis ET! 🙂 (ET = Entbindungstermin)

Für alle die, die sich für das vollumfänglich beabsichtigte Walrossifizieren nicht interessieren… tschau, tschüss und adée!!

Als ALLERERSTES, mal eine wichtige Info für alle die nicht schwanger sind oder es mal waren…. NEIN DU DARFST MEINEN BAUCH NICHT ANFASSEN!!! Ich fass dir schliesslich auch nicht einfach an die Möbbels und frage ob sie echt sind oder nicht!! *auwesmimängischächtreizewürd* 🙂

Ich stehe nicht auf Gurken oder Rollmöpse mit Nutella, Heule nicht wegen jedem Mist… (ausser bei den Steuern -.-), schlafe wie ein Baby und sehe teilweise mein Füsse noch. Allerdings ist alles oberhalb der Knie, meine persönliche Area 51!

Aber kommen wir zu den wirklich wichtigen Dingen der Schwangerschaft. STÜTZSTRÜMPFE *ihaumrankopfemoji* Mein persönliches, allmorgendliches Sportprogramm. (Oder auch die persönliche Comedyshow für den Ehemann)
Da die *saucheibe* eng sind wie die Miss Sixty Jeans aus meiner Jugendzeit, mein Bauch allerdings nicht mehr so flach, entwickelt sich das Anziehen der erotischten Beindekoration ever, zu einem regelrechten Wrestlingfight! Es wird gehüpft, gerissen (jo i weiss, soll me nid!), geflucht und geschwitzt. Das Alles, nur um nach einem Arbeitstag noch in die Turnschuhe zu passen! *ichhaumrwiederankopfemoji* Übrigens, sämtliche Ringe und Uhren gehen auch nicht mehr, aber es gibt halt keine Stützhandschuhe oder so… *schonodoof*

Die Haare wachsen…. nicht mehr!
Gefühlt jede Schwangere freut sich riesig über tolle, kräftige Haare und ein Haarwachstum, das jeden Dünger vor Neid austrocknen lässt. Bei mir NICHT! Meine Produktion ist komplett eingestellt. 1x in der Woche Beine rasieren (normal wäre 2x am Tag *keiwitz*) und das Haarproblem ist gelöst! *auguet*

Ich schwitze und meine Haut sieht aus wie ein Maulwurfkuchen mit Pigmentierungsstörung!
Die meisten „Tragenden“ sind ja sowas von dankbar um die Erfindung des Babypuders. Weniger um dessen Hauptzweck, nämlich der Bepuderung des hoheitlichen Hinterteils, doch mehr um der „Zweckentfremdung“, dem schwitzenden Unterbrustgeruch entgegenzuwirken! „kenniniddasproblem“
Aaaaber… war ich im „Normalzustand“ bei 25° bereits mit Schal und Winterjacke unterwegs, so schreie ich heute bei 19° nach der Klimaanlage und transpiriere vor mich hin. Was allerdings noch viel schlimmer ist, ist die Entwicklung sämtlicher „Hauthügeli all over my Body!!“ „Nidwitzig“
Eines sei gewiss… der Hautarzttermin zur Entfernung sämtlicher dieser unbrauchbaren Hautfetzen steht schon!!

NEIN, ich muss nicht…. *hatschi*… okay wo ist die nächste Toilette?!? 🙁
Mal ganz davon abgesehen, dass mir echt nicht klar ist, welcher Dubbel die Toilette so weit unten angebracht hat, ist mein Toilettenpapierverbrauch ins tragische gestiegen. Niessen ist der neue Staatsfeind Nummer 1 und der Ehemann kuckt schon nur noch besorgt, wenn ich niessen muss. Folgt ein „schnütpassiert“ lächelt er, ansonsten ruft er nur hinterher ob er etwas tun kann?!? -.- Ja montier die WCs höher, denn meine Hüfte kommt kaum noch von der Schüssel weg! *ischnämlechasträngendweisch!* Kaum zu glauben, das ich schnaufend, keuchendes Klowesen mal Pole gemacht habe!!

Das sind mal so die angenehmsten Nebenerscheinungen, vielleicht folgt noch ein „gruuseliger“ Teil 2!

*HATSCHI*

Nerv ich noch oder hasst du schon? Part II

Wir befinden uns gerade beim Ultraschall unseres kleinen Kickboxmeisters. Seine Werte sind toll, klein wird er ja sowieso nicht. Die Perzentille perfekt und Mami bekommt mal wieder eine Spritze! Dieses Mal steht der Keuchhusten auf dem Programm. Papi happy, Mami happy, Frauenärztin happy… beim Zuckerarzt bin ich noch nicht so sicher… 😉

Der nächste Morgen. Brav schicke ich meine alarmierend hohen Zuckerwerte, *merkschdironie?* an die Diätologin und warte auf ihren Anruf. Der lässt natürlich nicht lange auf sich warten. Noch ist sie nett und freundlich, doch – achtung Spoiler – dass soll sich bald ändern! *DoischunsriEmojitanteusemletschteBlogwieder*

Kurz zu meinen Werten: (Ich gehe ja immer noch davon aus, dass sich irgendjemand dafür interessiert! 🙂 ) Nach dem Essen immer super, morgens von 7x stupfen, 5x zu hoch und mit zu hoch reden wir von 5.4-5.5. Die Toleranzgrenze liegt noch immer bei 5.3… also generell müsste ich gemäss Ärzten bereits eine Zuckersäule sein!

Der Anruf kommt. Blabla… blablabla…blaa… Wir raten DRINGEND zu Insulin am Abend!!!! *Doing* Ich lehne mich relaxed in meinem Bürostuhl (Ja sorry, das Telefonat fand während der Arbeit statt) zurück und hole Luft. Wieso klappt das jetzt am Telefon eigentlich mit der Augenbraue??!! Okay, also als Erstes „NEIN! Ich nehme kein Insulin, danke!“ Ich höre ein schweres Atmen auf der anderen Seite. Bevor die Dame etwas sagen kann, gehe ich zum Angriff, ist ja schlussendlich die beste Verteidigung, oder? 🙂 Also nochmal: „Erstens nehme ich kein Insulin, da wir bereits herausgefunden haben, dass die Werte innert Sekunden stark schwanken können.“ (Ich hatte tatsächlich einmal nach dem Essen, wegen technischer Probleme mehrfach innert 2-3 Minuten gepiekst und oooh welch Wunder…. hatte in genau dieser Reihenfolge: 8.6, 7,5, 7,8 und 6.2) Dies wurde mit folgender Erklärung fachmännisch aufgeklärt: *Achtunghebdi!* „Wir wissen, dass die Werte schwanken können, können da aber aus Erfahrung sagen, dass die Werte dennoch zu hoch sind!“ *Neiduseisch*

Ich erkläre weiter: „Da es mehrere Möglichkeiten für meinen VIEL ZU HOHEN NÜCHTERNWERT gibt, wie z.b. Dawn-Phänomen, nächtliche Essattacken, unruhiger Schlaf, denn dauernd Pipi oder einfach Hormone, bringt es meiner Meinung nach nicht viel, meiner Bauchspeicheldrüse auch noch die Arbeit abzunehmen. Des Weiteren ist ein Anstieg der morgendlichen Zuckerwerte auf Grund von zusätzlicher Insulinzufuhr bekannt, was im Erhöhen genau Selbiger resultiert.“ *glaubschneddassisoredekahä?* Wer jetzt denkt ich wäre giftig… JA ich brauch das, kann mein Ehemann bestätigen! 😉

Die höchst verärgerte Antwort: „Die Entscheidung liegt natürlich nach wie vor bei Ihnen, doch raten wir DRINGEND zum Insulin, alles andere ist Fahrlässig. Ausserdem liegt UNS das Wohl des Babys sehr am Herzen! Sie müssen wissen, dass auf Grund der Gestationsdiabetes (meiner Meinung nach noch immer nicht vorhanden!) diverse Problematiken und Geburtsschwierigkeiten entstehen können. Wir müssen Ihre Ärztin darauf aufmerksam machen und lehnen jegliche Haftung ab… blablabla…“ *Sorrykasnedanderssage*

„Tun Sie das, ich kontrollier mich selber weiter, schicke ihnen mein Tagebuch und melde mich, wenn der Zucker WIRKLICH ansteigt. Adé Merci!“

Natürlich habe ich weiter kontrolliert und musste mir eine Woche später wieder anhören … Insulin… wichtig… etc. etc. (Die Werte nach wie vor absolut im Rahmen!)

Jetzt wäre ich nicht ich, würde ich nicht nach Lösungen für mein nicht vorhandenes Problem suchen. Was bedeutet, ich bin seit 2 Wochen zum Trinker mutiert! *KeinWitz* Jeden Abend vor dem zu Bett gehen, gibt’s einen Shot … Apfelessig! 🙂 Mein morgendlicher Bettsport vor dem Messen, der in Form von lautfluchender, Schweiss begleiteter, in-die-Stützstrümpfe-pressender, Turnaktivität resultiert, tut den Rest. 😉 *SchönwiedranmimLäbäkönnetteilha*

Das wärs für de Moment, ich warte jetzt gespannt auf meine Babyshower Party! 🙂 Adee

Nerv ich noch oder hasst du schon?

Hach sorry, da musste ich mich einfach ein wenig bei dem Slogan eines skandinavischen Hackfleischbällchenservierenden-Möbelladen bedienen. 🙂

„Siegswieswell“ eigentlich geht’s heute um eines meiner Lieblingsthemen (*keinwitz*) die Schul(d)medizin! An der Stelle gleich ein Spoiler für alle Medizinstudenten, Pflegefachfrauen, MPA’s und solche die’s noch werden wollen… JA ich stehe den Spritzenschwingenden-Bakterienzählern etwas kritisch gegenüber. 😉

Kennt ihr meine Geschichte? Falls nicht empfehle ich vorgängig, sich die Cheeky Story mit all ihren Ärzten reinzupfeiffen!

Wieso also jetzt schoooon wieder die Ärzte? Sagen wir’s mal so, dieses Mal triffts die Halbgötter-in-Weiss vielleicht nicht ganz so extrem… eher deren „bringmrlängmrholmr-gspänli“.

So, mein Walfanten-Dasein, andere nennen es auch Schwangerschaft, bringt etliche Untersuchungen mit sich… und Spritzen… und Berater… und Besserwisser… uuuund Zuckerhassende-nur-Gemüsebreiessende-indenFingerstupps-Fanatiker!! Ich glaube man nennt sie auch Diätologen oder Diabetologen, Diabetesologen… Wieviele „ologen“ gibt’s denn eigentlich?? Da geht der Zoologe zum Psychologe, dieser schickt ihn dann zum Urologe (*jaiweissdofählepaarN*), welcher führt den Monologe und blättert in seinem Kataloge, befragt sogar den Astrologe, der schon sieht die Lichtwoge, und die Moral von der Geschicht? Auch der Neurologe weiss es nicht! (Sorry, ha grad de täglech Hirnussetzer ka)

Zurück zu meinen Diätologen. Mein Zuckertest ergab, hört hört (!!) einen Nüchternwert von 5.3mmol/l, ALARM!!!! Die Toleranzgrenze liegt bei 5.2 (die mmol/l spar ich mir jetzt einfach mal) „Sie müssen sofort in die Diabetesberatung, das könnte sonst gefährlich werden!“ Ähä na zum Glück bin ich nicht leicht einzuschüchtern. Also gut, wir gehen ein paar Tage später in die erste Beratung. Dort bekomm ich Rezepte für „Stupfgrätli“, Teststreifen und Nadeln… gaaanz viele Nadeln…. „Bitte pieksen Sie sich 6x am Tag!“ Wie jetzt?? Sechs Mal?? „Ja, immer vor dem Essen und 2 Stunden danach!“ Okay, die meinen es echt ernst! Übrigens 2 Stunden nach meinem Abendessen, wäre dann mitten in der Nacht. 😉

An dieser Stelle möchte ich gerne kurz etwas Ernstes loswerden! Alle Diabetiker haben meinen vollsten Respekt für die ganze Piekserei und was sie alles ertragen müssen! Ich möchte mich auf keinen Fall über sie oder Ihre Krankheit lustig machen, ich rede wirklich nur über meinen „lächerlichen“ Fall!!

Also weiter… ich frage die Dame, ob ihr denn bewusst sei, dass ich generell auf Blut in den Fingern stehe? Hilft nichts.. stechen… eine Woche lang!

Kurz und knapp… nach einer Woche stellte sich heraus, mein Blutzucker ist immer super, AUSSER Morgens (der Nüchternwert also). Der war generell bei 5.4. „Eifachnosoasinfowellsjedeintressiert“ (Mir wird gerade bewusst, dass ich tatsächlich einen Blog über meinen, meiner Meinung nach, nicht vorhandenen Blutzucker schreibe… „EmojidasssichmitderHandandieStirnfasst“

Man höre und staune, wo bei der Frauenärztin die Toleranzgrenze noch bei 5.2 lag, liegt sie bei den Zuckerprofis bei 5.3. Bin ich die Einzige, die sich jetzt am Kopf kratzt und fragt: Wieso? Dann hätte ich mir das Ganze doch sowieso sparen können? Ah Moment… hab da etwas vergessen… gibt ja dann wieder kein Geld! 😉

Na gut, nochmal eine Woche pieksen, juhuuu die Fingerkuppen freuts, nur noch jeden zweiten Tag 4x, sonst nur morgens. Dieses Mal nicht mehr mitgeteilt von der Beraterin, sondern direkt vom Arzt, bei dem hatte ich nämlich auf Grund meines HOHEN Zuckerwerts die Audienz! „SEmojilängtsichwiederanKopf“ Da ich nämlich unter einem sogenannten Night-eating-Syndrom oder auch Zombie-eating, von mir aus nennt es auch Schlafwandeln „leide“, war die Gute wohl etwas überfordert mit mir.  Der Arzt hingegen sichtlich angetan, war ich doch in seinen Augen die fleischgewordene Diabetesschleuder. „Haben Sie das öfters? Gehen Sie oft mit Hunger ins Bett? Sind Sie oft durstig?“ Das Grinsen in seinem Gesicht wurde immer breiter! Meine Antworten? Bitteschön: „Nein, nein, nein… aaaaaaber, ich bin Holländer, also chronisch verfressen und süchtig nach Süssem, generell würde ich sogar sagen in meinen Adern fliesst Käse und Schoggi! 🙂 Ich arbeite lange und esse spätabends und so weiter und so weiter. Die Antwort: „Ach ist ja interessant und aussergewöhnlich! Naja Sie werden Insulin benötigen!“ *Bummbäng*

Über die Jahre hinweg, hab ich mir ein leicht kümmerliches Anheben einer Augenbraue antrainiert. Das wirkt so „seriously?“ Blöderweise klappt das nicht immer, weshalb dann beide Augenbrauen hochgehen, was schnell aus einem „serious“ ein „ohmeingottmussichsterben“ macht! „DoischsEmojiwieder“

Ratet mal was jetzt zum Einsatz kam?! Genau, beide Augenbrauen. „HalloHandanderStirn“ Anscheinend wirkte ich doch noch ziemlich angepisselt, weshalb die Beraterin einsprang. „Wir geben nur Empfehlungen, die Entscheidung liegt bei Ihnen.“

Der Arzt fragte weiter nach dem Baby, wie es ihm denn so gehe, wie gross es jetzt sei und wie die Perzentille (Klingt für mich schwer nach kleinwüchsigem Dinosaurier) sei. Jetzt waren beide Augenbrauen weit oben… was??? Keine Ahnung was die Perzentille meint, aber dem Baby geht es super!

Wir einigten uns auf eine weitere Woche „Nödele“, denn Check bei der Frauenärztin abzuwarten und dann weiter zu entscheiden.

Dazu dann mehr im nächsten Blog, der kommt auch schneller, versprochen! 😉

PS: Meinen Fingern gehts übrigens gut, wenn auch sehr Blutleer und rot gepünktelt. 😉

Die Boxenstrategie – Part II

Oh je mineee, mein Mann denkt nicht!!

Nein damit möchte ich jetzt nicht sagen, dass Männer dumm wären, ganz im Gegenteil! Aber wie im ersten Teil erwähnt, denken Männer ja in ihren Boxen. Hier kommt die nächste Box:

The Nothing Box – oder auch die „ich denke nicht Box“:

Wie oft starren unsere Männer ins Leere, während wir Frauen uns fragen: Was geht in seinem Kopf vor? Oder je nach Tages oder Nachtzeit: Was ist dort?? Sieht er etwas? Spukt es? Oder noch schlimmer, sieht er etwas an der Wand, das bald in Arbeit für mich ausarten wird??? *neiistrichdiäwandjetznedneuam12znacht!!*

Auf die Frage „An was denkst du?“ Oder wie ich es auszudrücken pflege: „Was hmmmlets?“ kommt dann IMMER….!!!! NICHTS!! Ja, wie jetzt? „Du denkst an Nichts?“, „Genau!“

In diesem Moment geht das Weibliche Hirn in eine Art Error-Zustand. Wie kann man(n) denn Nichts denken? Spätestens beim Gedanken an Nichts, denke ich doch bereits? Auch wenn das Nichts vollkommen anwesend ist… (denkt ihr jetzt auch gerade an die Unendliche Geschichte? *Notizanmichmuessigradwiedergoluege*)… weiter… ist dieses Nichts, doch auch wieder nicht Nichts! Sorry da haben meine Hirnstränge wohl über die Sträänge geschlagen… *höhöhö*

Wir Weibchen sind also der starken Überzeugung, dass es das Nicht-Denken, nicht gibt! So! Die Männer hingegen, sind in diesem Zustand in einer Art Standby und äusserst glücklich. Ich nenne es auch SCHLAF mit offenen Augen. 🙂

Ist die Box praktisch? Männer würden jetzt sagen JA!! Denn wann kommt diese Box am aller meisten zum Zug? Genau… wenn wir Quasseltanten wieder loslegen und dem Opfer alles erzählen, was gesagt werden muss. Ihr müsst euch das so vorstellen: Frau öffnet Mund, Mann schickt Meldung an Nothing Box, sofort öffnen. Frau redet, Mann schaut sie an, denkt aber eben wieder …. NICHTS!

Um dann dem redenden Geschöpf zwischendurch Antwort zu geben, oder noch besser, zu wiederholen was sie soeben erzählt hat… *mirfrogejoussicherheitsgründimmerwiedernoche* bedient er sich einem einfachen Trick. Er merkt sich höchstens jedes Dritte und vor Allem das Letzte Wort. Er überfliegt also…

Kommen wir zurück zu unserer Wand, die nach wie vor nicht neu gestrichen wird. Schaut Frauchen regungslos auf diese Wand, ist sie noch lange nicht im Nichts-Zustand… im schlimmsten Fall denkt sie: WAND…oder, ich soll nicht denken…!

Generell wird es aber bei der Frau eher so ablaufen: (Achtung Männer jetzt lernt ihr die Gedankensprünge eurer Frau kennen) Wir fangen an: Wand, Wand = leer, Wand benötigt mehr Deko, Deko = Bild, Bilder = im Keller oder Dachboden, Dachboden und Keller = unheimlich, unheimlich = Clowns, Clowns = Es, Es = Horrofilm, Horrorfilm = nicht alleine schauen, zurück zum Bild = Keller oder Dachboden, hingehen und ausmisten = JETZT! Ausmisten = alte Kleider gefunden …. GLEICH==== Mann wird aus seiner Nothing Box herausgerissen um die Modekollektion aus 1980 anzuschauen! (Bis dahin hat er nicht mal bemerkt dass SIE weg war…. und was ist der dank danach?? ES *merkschswortspiel?*  wird ein Horrorfilm geschaut! 🙂 (Oder eben doch die Unendliche Geschichte *meweissesned* )

Schlaft gut! 😛

Lieber Sommer, ich schwitze!

Ja der Sommer… viele lieben ihn, die meisten Polerinas hassen ihn. Ich für meinen Teil liebe den Sommer, no Itac, no Dry Hands, Schweiss klebt besser denn jeh! 🙂 Leider bin ich doch eher alleine mit meiner Vorliebe für die Poleunfreundliche Jahreszeit.

Die Hände schwitzen, der Grip ist weg. Es ist heiss, man mag nicht… obwohl… bei uns im Studio ist es ja eigentlich noch angenehm kühl. Gut, mir ist sowieso nie heiss, also bin ich vielleicht die Falsche, optimale Grip-Einschätzungen vornehmen zu können.

Doch es hilft alles nichts, das Dry Hands wird zum „Flutsch Hands“ das ITac zum „I don’t tac“, Mighty Grip zum „schwächlings Grip“ und der Kletter Chalk zum „rutschbahn Chalk“. Es gibt noch so viele andere kleine Helferlein, aber wenn man sich bereits überlegt, sich Botox in die Hände jagen zu lassen (TUT DAS BLOSS NICHT!!) kommt’s wohl nicht mehr auf die Namensgebung des Grips drauf an!

Was also tun? Viele helfen mit gut gemeinten Ratschlägen wie: „Du musst deine Handkraft einfach aufbauen!“ Wunderbar, kann ich die in einer Last Minute Aktion kaufen? Klar, es hilft wenn die Hand stark ist, bei wirklichen „VielSchwitzern“ allerdings dann doch eher nur bedingt! Wenn man auch im Winter die Pole eher streichelt, statt sie wirklich zu greifen, wird die mangelnde Handkraft allerdings durchaus ihren Teil beitragen.

In der puren Verzweiflung, oder auch einfach weil’s hilft, wird dann noch zum Hairspray Extra Strong gegriffen. Polerina glücklich, Studiobesitzer vielleicht eher weniger, denn der holt Hammer und Meissel um das  schon fast forschungswürdige Gemisch wieder von der Pole zu kratzen.

Auch ich gebe zu, anfangs meiner Polekarriere verzweifelt mit Etiaxil nachgeholfen zu haben. Zwar hatte ich das Handproblem nicht, doch dafür das „Fudibackefalteschwitze“ und das „Taillewasserfallsyndrom“. Seat und co. waren schlicht unmöglich! Doch was passiert wenn man genanntes Mittel unterhalb der Pobacken and die Beine streicht, genau…. Mitbewohner geniessen einen gratis Komödianten Auftritt live! Das Zeug verschliesst Poren (also ungesund!) und juckt und nadelt ganz fies. Dies führt zu Hundebeinlüpf ähnlicher Gangart durch die häuslichen Gänge, gefolgt von Gemsensprungartigen Anfällen bis hin zu Hundepipiabschüttelreaktionen. (Sollte eigentlich genauso in den Nebenwirkungenstehen!) Dies führt wiederum zu absoluter Trockenheit, was dann wieder die Bodylotion-Einstreich-Parties auslöst. Siri würde jetzt sagen: Emoji dass sich mit der flachen Hand an die Stirn fasst….

Natürlich gibt es dann auch die kleinen Putzteufelinnen, die sogar mit Putztuch und Spray bewaffnet, alle 5 Sekunden die Pole malträtieren. Hilft, da dann das Fett von der Pole geht, leider aber nicht den Händen. 🙁

Was sollen wir armen Schwitzseelen denn nun tun? Auf den Winter hoffen? Im bevorzugten Grip baden?  Das geliebte Hobby für einen Moment verfluchen oder doch eher mit Dry Hands im PoleTop bewaffnet die Choreo in luftiger Höhe durchziehen. Naja vielleicht von Allem etwas! 😉 *BinEÄchtiHilfGäll*

Trinkt viel damit ihr nicht austrocknet, tanzt etwas mehr und konzentriert euch auf die Harten Tricks im Winter. *JoDaschMinTipp*

Habt Freude und verliert den Mut nicht, auch wenn das manchmal nicht so einfach ist! Der nächste Winter kommt bestimmt! *MirSinJoInDeSchwiez=MehrWinterWiäSummer* 😉

Die Boxenstrategie

Um gleich mit einer Erklärung von Mark Gungor zu starten…

Männer und IHRE Boxen im Kopf:

Die Box für das Auto, eine für das Geld, den Job, die Frau, die Kids, die Box für die Schwiegermutter (irgendwo im Keller), sie haben eine Box für alles! WICHTIG: Die Boxen dürfen sich nicht berühren! 😉

Während wir Frauen es „verknüpftes Denken“ nennen und von einem Thema ins Andere hin und her hüpfen, bleiben Männer lieber in ihrer aktuellen Box. Der Gedankensprung vom abendlichen Kochrezept zum Problem der besten Freundin, deren Cousine’s Kindheitsgspänlis mit akkuter Pickelquetschsucht und dessen Lösung, für uns Frauen kein Problem. (Die Männer befassen sich mittlerweile wahrscheinlich noch mit der Frage… WIESO und der bildlichen Vorstellung… *ängueteischgärngscheh!* 😉 ) Der Mann: Box „Kochen“ geöffnet, keine Zeit für Probleme anderer von anderen… Punkt.

Die Box: Das Problem

Somit gleich zum nächsten Thema. Frau hat ein Problem (und wenn sie keines hat, findet sie eines bei der Kollegin oder macht ein neues auf.) Somit hat Frau die Box „Probleme“ darin die Unterordner „Probleme verbreiten“, „Probleme bereden“, „Lösungen aller Freundinnen abwägen“, „mit ähnlichem Problem vergleichen“, „Katastrophenplan“ und so weiter und so weiter…

Der Mann hat ein Problem… will er Lösungsvorschläge, bespricht er es mit EINEM oder maximal ZWEI Freunden, Problem wird gelöst… Box geschlossen. Will er keine Hilfe, REDET ER NICHT!!! Und Frau?? Die merkt dass Mann etwas bedrückt und versucht sich in der Problemfindung bis in die Schlaflosigkeit, fragt ihn was los ist… bekommt keine Antwort… macht sich wahnsinnig, geht davon aus, dass er sie betrügt, heult sich in den Schlaf und öffnet eine neue „Problembox“ und das spiel mit den Kolleginnen geht von vorne los. Das Resultat endet in FBI Aktionen, jede Frau in seinem Facebook Freundeskreis wird analysiert und zum Tode verurteilt. Sie zieht sich zurück, er redet ja nicht! Mann wittert ein weibliches Problem, denkt sich aber so lange sie nichts sagt, benötigt es keine äusseren Lösungsversuche und lebt vor sich hin.

Was ist das Resultat? Der Mann studierte an einem neuen Auto, wusste aber nicht ob er es will, kam zum Schluss er kauft es nicht und schliesst die Box. Die Frau allerdings ist bereits in der geistigen Trennung und hat ein riesen *Gnusch* in ihren 100 geöffneten Boxen! *Adrässenevopsychiaterwerdeunterafroggernbekanntgeh*

Für die männlichen Leser: Diese Box wird nun geschlossen! 😉

Die Box: Frauen reden zu viel ohne etwas zu sagen

Frauen tratschen, Frauen quatschen, Frauen können sich stundenlang unterhalten ohne wirklich etwas zu sagen. *Sorryfraueaberischeso* So passiert es, dass Frauen 1 Stunde lang ihrem Freund, Mann, Lebenspartner, männlichem Hamster etwas erzählen und danach ein komplett verwirrtes männliches Wesen hinterlassen, dass sich immer noch fragt… „Warum hat sie mir das erzählt?“ oder „Chumm zum Punkt Frau!“. Frauen, wenn ihr also etwas wollt: kurze Sätze mit dem Anliegen und PUNKT!

Die Box: Shopping

Generell sind unsere männlichen Zeitgenossen eher Shoppingmuffel… (nicht alle natürlich! *Wottjokeimufeschlippstrampe*) Bei Frauen allerdings gehen genau in diesem Moment sämtliche Boxen verloren! Klappe zu, Affe tot.. oder auch: Hirn aus, Portemonnaie auf… In meinem Fall passiert genau das im Sephora… Männlein kommt alle 30 Minuten *KeinWitzImfall* um zu schauen, ob es noch irgendwas im Laden in den Regalen gibt, oder ich bereits alles leergeräumt habe. Meist erhält er dann von den anderen männlichen Opfern im Laden einen hilferufenden Blick und verschwindet wieder. FRAUEN: Lasst eure Männer frei und schleppt sie nicht hinter euch her. Die Armen kommen nämlich mit all den Urban Decay’s, Bobbi Brown’s und Anastasia Beverly Hills nicht klar! (Nei Männer… ihr miehnd das ned kenne!) Also lasst eurem Weibchen die Freude… und eure Kreditkarte! 😛 *Justkidding*

Wollt Ihr weitere Boxen? Lasst es mich in den Kommentaren wissen und vielleicht gibts bald einen Zweiten Teil! 😉

Adéééé

One Year after Cheeky

In einer Woche habe ich Geburtstag. 🙂 Diejenigen die mich kennen, werden jetzt Ihren Kalender kontaktieren oder den Kopf schütteln. Am 27.07. wurde Cheeky entfernt, somit also mein etwas anderer Geburtstag.

Der Blog wird nicht all zulange, da ich eigentlich nur rasch sagen möchte, dass immer noch alles in Bester Ordnung ist und ich Gesund bin. Meine letzte grosse Untersuchung mit PET-CT war im März, die letzte Ultraschalluntersuchung am 13.07.18. Mein Arzt (Arzt Nr. 3 by the way) meint, Sie sind gesund! 😉

Ich betone ja immer und immer wieder, dass die Entscheidung Chemo zu machen oder nicht, bei Jedem selber liegt, in meinem Fall war es richtig sie nicht zu machen!

Ich habe mein Leben etwas umgekrempelt, klar, dazu habe ich ja auch bereits geschrieben, dennoch rauche ich z. B. immer… noch… versuche aber mit meiner Vergangenheit (meiner Meinung nach dem Auslöser) abzuschliessen und lasse es mir öfters einmal gut gehen!

Verzichte etwas mehr auf Zucker, Esse mehr Gemüse, mach mir Smoothies (ja ich weiss, Fructose etc.), Meditiere viel, treibe wieder Sport, nehme so wenig wie möglich Medis zu mir, geniesse mein Leben und jetzt wird’s etwas böse… kümmere mich nicht mehr um Alles und Jeden.

Witziger Weise war ich früher der Mülleimer, Blitzableiter, Problemlöser aller. Heute sage ich offen und ehrlich wenn ich keine Lust habe Probleme anderer vermeintlich lösen oder anhören zu wollen! Und ja, ich distanziere mich von Leuten die mir nicht guttun oder Probleme einfach nur suchen!

Wieso schreibe ich das alles? Weil ich weiss, dass viele Betroffene meinen Blog lesen!

Glaubt nicht alles was die Ärzte sagen und bleibt kritisch, denn auch die lieben Halbgötter in Weiss wissen nicht alles. Anfang des Jahres hatte ich ein Karpaltunnelsyndrom in der rechten Hand, als Polerina echt doof!!! Ich bekam eine Schiene mit dem Vermerk, man könne es nicht behandeln (ausser mit Cortison, was ich kategorisch ablehne!), allerdings wäre eine OP möglich. Wie immer, habe ich mich selbstinformiert und therapiert und ja es IST möglich es alternativ zu behandeln! Heute hab ich es weg. 😉

Stay Strong! Lest euch in die Materie ein auch wenn es viel Kraft kostet und hört auf euren Körper, er weiss was er braucht und sagt das auch! Leider haben die Menschen aufgehört, ihn zu hören oder ignorieren es einfach.

Der nächste Blog wird wieder witzig, versprochen! 😉

Die weiblichen Leiden!

Spoiler Alert: Männer… nur für die, die etwas lernen wollen. 😉

„Du spinnst wieder… hast du deine Tage? Ohje, sind wir wieder soweit? Melde dich, wenn du wieder auf einem normalen Hormonpegel bist! „Genau das sind doch die Aussagen die wir weiblichen Geschöpfe von viele Männern immer und immer wieder zu hören bekommen! Zu Recht? Wer weiss…

Liebe Männer: JA es ist toll ein Mann zu sein! (Das Pendant zu diesem Blog folgt 😉 )

Ich gebe offen zu, ich hatte niemals wirkliche Probleme mit meinen Tagen. Im Gegenteil… meist durfte ich dank nicht mehr ganz weisser Hose bemerken, dass die rote Zora wieder zu Besuch war. (Btw. ein richtig tolles Buch, dass nichts mit Periode zu tun hat.)

Wer’s noch nicht gemerkt hat… ja es geht um die Menstruation. Wer jetzt denkt… wieso schreibst du über so ein „Tabu-Thema“. Ganz einfach, weil es kein Tabu sein sollte! Wir Frauen bluten… SURPRISE! *hättschneddänktgäll* 😛

Ich hab nun PMS seit gut einem halben Jahr. Hier also meine Zusammenfassung des Personifizierten Mörder Schlachtfelds.

Einmal im Monat bekommt Frau Besuch… Überraschung Part II! Viele merken nichts… die einen schwitzen ganze Bäche, die nächsten laufen wie Gollum durch die Gegend, wieder andere können froh sein, wenn sie durch die Polizeikontrolle ohne Alkohol Test durchkommen, da sie wie betrunken wirken.

Wisst ihr was? Ich hab mittlerweile alles! Schwindel, Bauchweh, Kreuzschmerzen, Übelkeit, flackernde Augen, Puls im Keller. Man(n) nennt mich in dieser Zeit auch Frankenstein auf LSD. Nicht witzig!

Ich weiss von Frauen, die 1 Woche vor „der Woche“ anfangen zu PMSeln und eine Woche danach noch damit beschäftigt sind. Also 3 Wochen insgesamt. Die meisten Männer wären da bereits in der Notaufnahme mit undefinierbarer Todesstörung. Wenn Frau dann aussieht, als wäre sie kurz davor über den Jordan zu kriechen… Gehen liegt ja kaum noch drin… kommt die Rettung, NICHT! „Nimm ein Aspirin!“ Verdünnt das Blut, super, hab ja so wenig davon! *Bischächtehilf* Ja für den Körper ist es anstrengend, das Blut sammelt sich im Unterleib, wieso das Hirn logischerweise auf Erdbebenalarm stellt. Eigentlich logisch… Wieso geht es denn aber den Männern in gewissen Momenten nicht gleich? Bei ihnen wird das Blut doch auch auf direktem Weg vom Hirn abgezogen und in die untere Region „verschoben“. Schwindel? Fehlanzeige! Blöd, oder nicht mehr denkfähig… mag sein, aber niemals haben sie das Gefühl die Erde sei aus ihrer Umlaufbahn direkt in die Achterbahnhemisphäre geraten!

Bauchschmerzen: Männer kennen ein ähnliches Gefühl aus der Überfressenheit. Frauen lächeln darüber und denken, du könntest es verhindern, ICH NICHT. Die Bauchschmerzen fühlen sich an, als wäre der Krieg der Sterne genau da unten ausgebrochen. Damit Männer das vielleicht etwas besser verstehen können. (Nö, ich mag Star Wars überhaupt nicht, aber ist halt Mittel zum Zweck!)

Die Brüste spannen, als wäre ein Spannset, dass 3 Tonnen Stahl aushalten muss, darum geschnallt. Auf einem Laster, der während der Überlandfahrt wackelt und ruckelt und manchmal ausschlägt. Womit gleich der nächste Punkt erreicht wäre. Der Hintern!! Das Sitzleder, das nun eher einem schlecht zusammengenähten Sandsack gleicht. *ächtsexy* Immerhin schmerzt er nicht. 😛

Uns ist schlecht, als hätten wir 3 Tage durchgesoffen. Ähnlich wie beim Männerabend. Punkt!

Wasser in den Beinen… wieso immer überall Wasser? Hintern, Beine, Oberarme, Hals… Männer kennen Wasser von der Dusche und vielleicht noch zum Trinken, that’s it!

Der weibliche Körper ist doch wirklich ein Phänomen! Lagert Wasser in allen möglichen Poren und trotzdem rinnt es Bächeweise den Rücken runter, als wären wir die fleischgewordenen Niagara Fälle! Wer jetzt denkt, irgendwann wären die Tanks mal leer… nüt isch… wir könnten mit unseren Wasservorräten ganze Aquarien füllen! Das Zusatzgewicht stört übrigens auch beim in die Küche kriechen! 😉

Die eine hat vielleicht „nur“ Schwitzanfälle, die andere etwas Bauchweh… andere haben halt gleich das ganze Paket gebucht.

Also Männer, wenn euer Weibchen das nächste Mal leidet, verzeiht die Hormongeladene Leidensphase und seid lieb zu ihr. Sie pflegt euch auch bei einer Grippe. 😉

Und bringt ihr eine Wärmeflasche und Mönchspfeffer! Das Aspirin könnt ihr für euren nächsten Männerurlaub behalten.

Danke! 🙂

 

Honeymoon und vom Winde verweht…

Was folgt nach der wunderschönsten Hochzeit? Die wunderschönsten Flitterwochen! Wie bei uns gewohnt, nicht unspektakulär! 🙂

«First Class Passagiere jetzt bitte einsteigen» was für ein Erlebnis und Start in unsere Traumreise! Miami here we come! Wir kommen in unserem Hotel in Miami Beach an und bekommen eine wirklich unverständliche Französin als Empfangsgeschenk. Hällo Miester än Miess Blaser, häu ar iu tudä? Neiss tu häf iu hier! Das war das einzige, dass wir verstehen konnten. Danach hörte es sich nur noch verschlucktem Brie an.

Das Hotel war toll, allerdings wie immer… 3 Zimmerwechsel. Der Erste Wechsel fand nach der ersten Nacht statt. Nach den Ausblicken auf Geschwängeltes von 4 Proleten in den Cabanas unter uns, inklusive Machtkämpfe um die eingeladenen Ladies, bevorzugten wir dann doch ein ruhigeres Zimmer. Es waren ja schon unsere Flitterwochen, aber im zweiten Zimmer war alles so beengt, dass dann doch eine Suite her musste. Ab da war’s perfekt! (Hotel W, Miami Beach für jene welche, die es interessiert)

In den 5 Tagen wo wir in Miami waren, wütete in Texas bereits Kollege «Harvey». Zum Glück hatten wir einen SUV, (Moment muss den Ehemann fragen, wie das Gefährt hiess… Grand Cherokee.. isch gärngscheh) denn die Strassen standen irgendwann unter Wasser. War witzig so zu fahren, weniger witzig wenn man bedenkt, wieso die Strassen so aussahen.

Miami Beach wird uns wohl eher nicht mehr sehen. Für das Wasser-Mokka-Geköche dort bekomm ich hier den Kaffee frisch geröstet zum halben Preis. Aber die lieben Amis sind ja nicht für ihren Kaffee bekannt. 😉 Ausserdem sind wir Senioren für das Partyleben dort nicht gemacht. Manreichemirmeinengehstock

Am 28. August ging’s dann weiter mit der Bahamas Air. Der Pilot hatte genau dann seinen allerletzten Flug und sein Team selbst zusammengesucht. Gospelparty Crew ahoi! 🙂 Was für ein Spektakel. Beim Abflug gab es sogar Wasserfontänen von der Feuerwehr die Spalier stand und das Flugzeug «taufte».  Während des Flugs wurden alle Tickets eingesammelt, es gab 5 Gewinne. Wir haben uns für die Gewinner gefreut! (Merksch… mr hän nüt gwunne 😛 ) In Nassau dann wurde lauthals Happy Birthday von allen gesungen, denn der Captain hatte auch noch Geburi! Leider mussten wir so hetzen damit wir unseren Anschluss nicht verpassen, dass wir nicht mitsingen konnten. Sorry gäll!

Das Hotel war einfach der Hammer! (Sandals Emerald Bay.. check it out now… na wer hat einen Ohrwurm? My Pleasure! 😉 ) Haltet euch fest wie unser Room hiess: «Prime Minister Honeymoon One Bedroom Beachfront Walkout Butler Villa Suite» luftholen Bin ich, wenn ich das schnell aussprechen kann, schon Rapper? Ein wunderschönes Zimmer mit Wohnzimmer, begehbarem Kleiderschrank, grossem Bad, Gäste WC, Wohnzimmer, direktem Blick zum Meer und wie der Rekordverdächtige Name schon sagt: Ein Schritt von der Terrasse und man steht im feinen Sandstrand!

Auch eine Hängematte war direkt davor. Manchmal bin ich nicht sicher ob dies nicht sehr zum Leidwesen meines Mannes war. Ihr müsst euch vorstellen, Pärchen liegt in der Hängematte, zu Zweit logischerweise… und Frau quasselt ohne Luft zu holen. Rapper die nächste?! Wir sehen uns den Sternenhimmel an, ich schaukel bis der Ehemann Seekrank wird (I like festes geschaukel 🙂 ) und frage ihn Löcher in den Bauch. «Glaubst du, da draussen gibt’s noch was? Weißt du welcher Stern wie heisst? Wo sind die Sternbilder? Wie weit ist dieser Stern weg? Siehst du das Gesicht des Monds?» und JA der Mond hat ein Gesicht!! Der Ehemann sieht einen Wolf?! Waaas? Der Mond ist meiner Meinung erstaunt, denn er macht einen 0-Mund. Ehemann hat nennen wir es mal… keine Lust mehr… Frau lad dir die App „SkyView“ runter und lass mich in Ruhe…! Frau macht, Frau ist noch mehr fasziniert und muss ALLES was sie in der App entdeckt, dem Ehemann erzählen! ischnämlechächtwichtighetmedrübergredetweisch!

Wenn ich meinen Mann nicht gerade zu texte (bereust du eigentlich die Ehe schon?), rufen wir per Butler-Telefon, den Butler, er bringt Champagner und Pizza. Morgens um 10. Kevin war echt richtig richtig toll! Wir haben sogar zusammen mit ihm Z’Nacht gegessen, weil wir ihn wirklich mochten… ausserdem bin ich wohl keine „Rich Bitch“! Ich kann ihn nicht die ganze Zeit für mich in der Hitze rumrennen lassen, nur weil es meine Ferien sind…

Nach Wasseraerobic, Partner-stretching dass nicht statt fand und Luftmatratzen Abstürzen meinerseits im Pool (davon gibt’s ein Video 😉 ), kam was kommen musste. Ich Kalkleiste hatte mich extra mit 50ger Schutz eingecremt und hatte einen fiesen fetten Sonnenbrand! Unterarme, Beine, Rücken… alles war rot!! Nur meine Narbe nicht, die habe ich gehütet wie meinen Schatz, ergo war der Hals immer noch weiss! Ich sah aus wie ein wandelndes Durchfahrtverboten-Schild! Kevin the Butler schnitt extra AloeVera in unserem Gärtchen für mich, danach war ich nicht mehr nur rot, sondern auch noch gelb! Ein chinesisches Durchfahrtverboten-Schild sozusagen. Es half alles nichts, was macht man dann? Genau, Schwiegermami zuhause nach Rat fragen. Reib dich mit Tomaten ein, das lindert den Sonnenbrand! Ok, wir also den Butler in die Mission Tomate geschickt. Natürlich musste ich einen kompletten Tomatenausraster haben, so schmierte ich es nicht nur ÜBERALL ein, nein ich legte auch Scheibchen überall auf, wo ich nur konnte! So lag ich also im Bett und sah aus wie eine lebende Salatschüssel! AloeTomatensalat next level. 🙂

Zu diesem Zeitpunkt war Irma die wütende Tornadosau bereits geboren. Wir beobachteten jeden Tag, wo sie durchzog und waren stets unsicher, ob sie uns nicht noch besuchen würde. Es war dann wirklich auch so! Hier also noch die Geschichte des Hurricanes Irma:

3 Tage vor unserer Abreise wurde bereits vom Hotelmanagement vorgewarnt, Irma kommt! Und sie nahmen mir einfach meine Hängematte 2 Tage vorher weg!! Wieso??? Wie sollte ich denn jetzt meinen Mann 10 Minuten lang in den Schlaf reden und dann eine Frage stellen?? Anyway, wir wussten, Irma wird direkt über unsere Insel hinwegfegen. Wir waren versucht den Flug umzubuchen. (Hilfe von unserem Reisebüro Fehlanzeige… danke dafür!) Der Himmel wurde immer grauer, der Wind immer stärker, das Meer immer unruhiger.

Noch einen Tag bis zum Abflug und noch 2 Tage bis zum Auftreffen von Irma. Unser Butler warnt uns, dass am Flughafen bereits Schlägereien wären, denn alle die keine Tickets hatten, versuchten in die Flieger zu kommen, koste es was es wolle! Wie wir uns fühlten, kann man sich wohl denken.

Der Tag der Abreise ist da. Nachdem es zuerst hiess es wäre alles ok, der Transfer geht normal, geht plötzlich doch die Hektik los. Wir müssen SOFORT zum Flughafen 7 Stunden vorher! Wir gehen in die Lobby und sehen, wie immer mehr Leute sich versammeln, darunter auch diejenigen, die Ihre Flüge vorgezogen hatten. (Witzig denn bei uns hiess es noch, Flüge ausgebucht) Nach einer Stunde warten, geht dann endlich der Transfer zum Flughafen. Na gut, jetzt sind wir also nur noch 6,5 Stunden vor Abflug am metropolisch (gibt’s dieses Wort überhaupt??) veranlagten Flughafen. 5 Schalter gibts *hörthört!* und einen Warteraum, der sogar einen kleinen Souvenir Shop hat! 🙂 Wir checken ein, gehen rauchen, gehen durch die Kontrolle, gehen wieder zurück und wieder rauchen etzeteraaa pepee! Irgendwann wird uns dann auch verboten rauszugehen, somit sind es jetzt noch gefühlte 4-5 Stunden in dem Warteraum. (Und ja… ich kannte den Shop danach auswendig, habe aber nichts gekauft!)

Wir plaudern mit Amis, Schweizern (Schreib mir mal, falls du das liesst 😉 ) und allen anderen, während sich plötzlich der Saal anfängt zu füllen. Unser Hotel wurde evakuiert. Alle da, zu wenig Stühle, zu wenig Luft, Souvenir Shop Verkäuferin wird reich! 😛

Okay, Verständnisproblem! Unser Flug ist der Letzte, der noch zwischen Miami und dem Inselchen fliegt, wo sollen also alle Leute hin?? Und by the way, mittlerweile wissen wir auch, dass unser Pilot dank der Panik in Miami im Stau steht und wir somit auf unseren Flieger noch länger warten müssen… falls er überhaupt noch kommt!!

Wir überlegen uns Verstecke/Sicherheiten auf der Insel, da wir annehmen müssen, während des Hurricanes auf der Insel festzustecken. Langsam wird auch die Stimmung im überhitzten Wartesaal ängstlicher, etliche (natürlich Frauen, Männer sind ja stark) weinen. Ich nicht, ha Hurricane Erfahrig weisch…!

Es ist soweit und eeeendlich kommt ein Flieger… NICHT UNSERER!! Unser Pilot bevorzugt professionelles Staustehen in Miami, während eine extra Crew nochmals zu uns fliegt und die Evakuierten abholt. Und wir? wir dürfen nochmals eine Stunde oder Zwei weiter warten und hoffen, dass noch jemand kommt…

Mittlerweile wissen wir, dass wir uns in die Kirche auf dem Mount Bahama (Nein, ihr müsst nicht googeln, den gibts nicht) retten würden.

Der Wind geht langsam immer stärker, alle Touristen ohne Flugticket sind evakuiert, Personal ist in den Häusern oder auch evakuiert, Fenster und Türen sind abgesichert, denken die Bahamesen… Bahamajaner… Bahamer… Bahamänder??… zumindest und wir? Wir warten…

Unser Flieger ist da!! Wir können endlich zurück nach Miami, dann innert ca. 45 Minuten umsteigen und nach Hause!! 🙂

Unser Gepäck kam dann übrigens auch eine Woche später in Zürich an.

Wer bis jetzt gelesen hat, danke dafür! 😉

Cheeky the Dinosaur

Zuerst: Sorry sorry für die lange Wartezeit!!! Nun aber los…

Weitere Wochen, viele Telefonate und Unklarheiten sind verstrichen. Wir wissen jetzt endlich was Cheeky war. Ein Dinosaurier! Die Ärzte Nr. 1 bis mittlerweile gefühlt unendlich, nennen ihn Rhabdomyosarkom. Das bekomme ich am 18.08.2017 von meinem Chirurgen erklärt. Nicht gerade auf die Einfühlsamste Art und Weise. Mir wird klar gemacht, das ich bei einem zweiten Cheeky verloren wäre. Ich war geschockt, heulte wie ein Schlosshund und war gleichzeitig sowas von stinksauer… wie kann man denn sowas nur sagen?!

Kurz zum Dino oder auch Weichteilkrebs genannt. Kann jederzeit überall kommen, ist höchst agressiv/rezidiv und kommt eigentlich nur bei Kindern vor. Gut bei der Geschichte, ich hab’s nicht in den Genen… Juhuuuuuu ein Lichtblick, der meine Tränen zum Trocknen bringt. 🙂 (Klingt alles immer noch schlimmer als es wirklich ist)

Jetzt meine Gedanken. Wenn das Ganze doch so höchst agressiv ist, warum ist Cheeky innert der letzten Monate keinen Millimeter gewachsen? Wieso ging das Herausfinden so dermassen lange und vor allem… Wieso kommt er genau dann, wenn sooo viele äusserliche und psychische Faktoren mitspielen? Im Januar hatte ich eine wirklich schwere Grippe, im Februar zwei 2x Füsse im Gesicht (Genau auf dieser Stelle), 3 schwere psychische Breakdowns auch im Februar, und genau dann kommt er? Sachen gibts! 😉

Mir wurde 1 Jahr Chemo und 6 Wochen Bestrahlung schwerstens ans Herz gelegt. Vorsichtshalber. Ich bin brav zu den Beratungsterminen gegangen und wisst ihr was? Ich war danach verwirrter denn je! Wiedersprüche, Verkaufsargumente, sei ja nur zu meinem Besten, Chemo schade NICHT dem Körper, Strahlen gehen nicht durchs Stammhirn und und und.

An dieser Stelle möchte ich bemerken, dass alles was ich hier schreibe allein MEINE Meinung ist. Ich möchte niemandem zu nahe treten oder sagen, eine Entscheidung für oder gegen Chemo wäre falsch oder richtig! DAS MUSS JEDER FÜR SICH ENTSCHEIDEN! Ich habe mich sehr gut informiert, viel gelesen, ausgetauscht und meine Entscheidung getroffen!

Das ich alles medizinische abgelehnt habe heisst nicht, dass ich nichts getan habe! 😉

Finde dein Ying, Yang, Chi, Salzstreuer oder wie auch immer man es nennen will und du findest deine Gesundheit! So begab ich mich auf eine lange, tiefe Reise in mein Innerstes und bekämpfte meine Probleme! Meditation ist hier das Stichwort! 😉 War die Reise einfach? Nein! Hab ich’s alleine geschafft? Nein! Ich hatte Hilfe, wohl keinen Psychiater, dafür Menschen die mir zeigen konnten, wie ich mit allem umgehen kann und zu mir selber finde! Töhnt doof, isch aber eso! Ich bin weiss Gott deswegen auch keine Esotheriktante, aber würde sagen, ich seh die Welt nun schon etwas anders!

Das Highlight kam dann aber am 24.08.17, wir flogen in unsere wunderschönen Flitterwochen! (Dazu ein separater Blog, mit Harvey und Irma inklusive!)

Die Hitze wollte es am letzten Tag unserer Abreise so und bescherte mir Unterlippenkrämpfe vom Feinsten. Meine Lippe zog sich komplett unerwartet nach unten, während wir auf unseren Transfer warteten. Die Panik war mir deutlich anzusehen. Auch zu Hause traten Sie immer und immer wieder auf, mitten in der Nacht, beim Arbeiten (!) und im Training. Ja ich hab nach genau 3 Wochen angefangen zu trainieren, Kopfüber… sau gueti Idee gsi! -.- Mein Arzt meinte das könne auftreten, ich solle ruhig bleiben und es nicht anfassen. Das tat ich dann auch! 2-3 Monate später war alles weg und mein Gesichtsnerv hat sich erholt. Karl Dall Lippe Adee! Heute sieht man eine kleine Asymmetrie, allerdings nur wenn man es weiss! Wer mich kennt weiss, ich bin ein Controllfreak, was ich nicht kontrollieren kann, wird eliminiert… naja vielleicht nicht ganz so schlimm, sonst wär ich heute wohl kaum verheiratet. Wenn es aber um meinen Körper geht, gibt es unkontrolliert nicht, damit musste sich die Lippe auch abfinden, also wurde sie wieder zur Normalität erzogen. 🙂

Kurz: Ich bin stolz auf meinen Körper, mit allem Drum und Dran! Er hat mir gezeigt, dass ich bremsen muss, hat mir quasi verziehen und mitgespielt. Meine Wundheilung verwunderte sogar die Ärzte! (Narbenbildung, Nerven etc.) Es war hart, die Abheilung dauerte ewig und war mit vielen „Komplikationen“ und Schmerzen verbunden, aber es hat sich gelohnt meinem Köper die Zeit zu geben, die er brauchte.

Danke an meine wirklichen Freunde und Familie, ohne die ich nicht durchgehalten hätte. Ich hatte logisch downs, wurde aber immer wieder aufgefangen und dafür bin ich ihnen auf ewig dankbar. Der grösste Dank geht an meinen Mann, der es nicht viel leichter hatte wie ich, aber IMMER für mich da war! You’re my hero, my best friend and the love of my life! <3

Die anderen, die mich in dieser Zeit verlassen haben (ja die gab es!) dürfen gerne bleiben wo sie sind, denn nur in deinen schwersten Zeiten siehst du, wer wirklich zu dir steht!

PS: Denn alle wollen es wissen… ich habe mittlerweile (heute ist der 12.05.2018) 3 PETCT’s hinter mir und ALLE sind unauffällig, keine Ableger und mir geht es richtig gut. 😉