Jenny Sloot

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Cheekyless – Part IIII

Ein Blumenmeer segnet meinen Zimmertisch! Ich hab nicht nur den wunderbarsten Ehemann, die allerbesten Freunde und Familie, nein ich habe ein TOLLES LEBEN… und ich bin immernoch high! 🙂

Sogar die hollĂ€ndische „gib mir Futter“ Frau staunt nicht schlecht, redet aber partout kein HollĂ€ndisch mit mir! Wahrscheinlich denkt sie, ich bin so High, dass ich sogar schon hollĂ€ndisch kann… not! 😛

Noch am gleichen Tag der OP bekomme ich Besuch von beiden Operateuren… Operatoren? Metzgern! 🙂 Beide meinen, so einen Cheeky noch nie gesehen zu haben. Ist das jetzt gut oder schlecht? Ist Cheeky ein Problemkind und keiner will es adoptieren, oder ist er Handzahm, beisst nicht und everybody’s Darling? Die Op lief gut, keine Komplikationen (puuuhh). Der Grund warum es lĂ€nger ging, waren die Schnellschnitte von Cheeky und den beiden Lymphknoten im Hals. Jawohl die wurden vorsichtshalber gleich mit entfernt. Ey, die wollte ich eigentlich behalten, aber ok, hab ja noch ein paar davon. Die Schnellschnitte zeigten keine Gefahr. (puuuhh zum Zweiten!) Ich behalte meine Hoffnung und denke immer noch, jetzt ist alles vorbei! Nur meine Karl Dall Lippe… Ach herrjeee.. Wieso muss ich meinen kompletten Körper eigentlich immer benamsen wie Haustiere?! Cheeky, Karl Dall Lippe und wusstet ihr, dass meine kleinen Zehen Tick und Tack heissen? Mein grosser Zeh auf der rechten Seite heisst Trick, da er auf Grund eines Pole Tricks kaputt ist. Sehr wichtig zu wissen, interessiert keinen, musste aber gesagt sein! Und wer zum Henker nennt sein Haustier Karl Dall?

ZurĂŒck zum Thema, mein Verband ums Gesicht hĂ€lt nicht, ich seh aus wie ein Turbanese mit AbflugohrlĂ€ppchen! Gott Sei Dank wird der neu gemacht. (Man achte ich auf mein OhrlĂ€ppchen auf dem ersten Bild! Sieht aus, als wĂŒrde mein HalszĂ€pfchen durch den freien Durchgang der Lymphknoten versuchen abzuhauen, wer weiss wen sie als nĂ€chstes nehmen! Rette sich wer kann!)

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Geschwollen, gelĂ€hmt und die Zunge nicht rausstrecken könnend, hau ich mir ohne RĂŒcksicht auf Verluste mein heiss geliebtes Zungenpiercing wieder rein. Man stelle sich das so vor: Zungenspitze knapp ĂŒber den Karl Dall Lippen, Mund ca. 1,5 cm geöffnet, weiter ging ja nicht, NĂ€gel halten das Piercing, Sabber lĂ€uft (sorry fĂŒr die Bilder im Kopf!), KĂŒgelchen flutscht weg und alles wieder von Vorne! Aber es war drin!!

Es ist Tag 1 nach der OP:

Ich bekomme Besuch und freu mich riesig, was man an meiner Unterlippe leider nicht erkennen kann. Die ist nĂ€mlich auf der rechten Seite gelĂ€hmt und lĂ€sst sich nicht mehr runterziehen. 2 FreundespĂ€rchen kommen mich besuchen und natĂŒrlich der Ehemann! Sie schieben mich im Rollstuhl zum 4. König an den Rhein. (Mit HandtĂ€schchen, auch Drainage genannt). Ich bin vom Ganzen Morphin immer noch high… like that shit 😉 … bemerke aber nach einer guten Stunde, dass ich nicht mehr mag und werde wieder zurĂŒck in mein Zimmer/Bett geschoben. Die Besuchszeit ist rum und so darf meine Freundin (sorry mi liebs!) nicht mehr zu mir! Ich habe ein mega schlechtes Gewissen, alle „allein“ zu lassen, aber kann ja nichts dafĂŒr. 🙁

Tag 2 nach der OP (Samstag):

Eigentlich hĂ€tte heute meine Drainage entfernt werden sollen, damit ich am Sonntag nach Hause kann. Denkste! Meine Wundheilung denkt, nö-ö! VUPM: Very Unimpressed Piece of Meat! Viele Ärzte, Assistenten und Krankenschwestern kommen immer wieder vorbei, eigentlich fĂŒhl ich mich total wohl im Unispital! Es wird gekocht, auf Knopfdruck kommt immer jemand vorbei, sie geben dir Drogen (nur Novalgin und Morphin keine Sorge) und man hat ein ZimmergspĂ€ndli zum quatschen! Ja, trotz Leichenstarre-von-der-Lippe kann ich quatschen. 😉

Tag 3 nach der OP:

Mein Mann besucht mich, trotz weitem Weg und unendlich viel Arbeit, jeden Tag. Heute sogar mit seinem Kollegen. Wir gehen in den Garten, wo ich krampfhaft versuche, dem Teufel zu meiner Rechten zu widerstehen: „Komm schon, nur eine Zigarette, kann dich ja nicht gleich umbringen!“ Ich widerstehe zum Teil und ziehe 2x an der Fluppe des Ehemanns. Am Abend ist das dann endlich soweit, meine Drainage darf raus! Tat wirklich null weh! Ich fĂŒhl mich total befreit, denn schlafen mit Schlauch im Hals, wenn man ein riesen „Heutierli“ ist, bringt so seine Gefahren mit sich.

Tag 4 nach der OP (Montag):

Ich kann nach Hause!!! Juhuuuuu

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Miiiiiiiips (unsere Hausdiva genannt Katze, aka Motz, manchmal auch Miss, richtiger Name Syrah… JA wie der Wein!) Ich bin Zuhauuuuuseeee!!! Katze flĂŒchtet! 😀

Am 04.08.17 muss ich zum FĂ€denziehen, dann sollten wir erfahren was ich habe. FĂŒr mich beginnt die schlimmste Zeit, nur weiss ich das noch nicht! Nicht nur wegen der Warterei auf das Ergebnis, sondern auch wegen den Schmerzen die Zuhause auf mich warten!

Ich war geschlagene 2 Wochen krankgeschrieben. Kein Sport fĂŒr mindestens 4 weitere Wochen! Abwarten, am 05. werde ich mich definitiv „teilweise ArbeitsunfĂ€hig“ schreiben lassen!

Die Tage bis dahin waren hart. Ich schlief praktisch 24/7 und hatte Schmerzen. Im Vergleich zum Poleschmerz aber Peanuts! 😉 Nur Aufstehen ging nicht wirklich! FĂŒr mein ADHS geplagtes Wesen, eine riesen Tortur!

Alles hat ein Ende nur die Wurst hat 2…. *sing* Es ist der 04. 08. wir gehen zum FĂ€den ziehen…

Wieder ein HollĂ€nder der stur Deutsch redet! Langsam zweifle ich echt an meinen SprachkĂŒnsten. Er zieht die FĂ€den, schaut sich alles an, meint es sieht super aus. Ergebnis? Was war Cheeky? „Oh, das können wir leider noch nicht sagen!“ Cheeky stellt sich etwas stur! Getestet auf Krebs, sagt er „jaja, bin ich!“ getestet auf OhrspeicheldrĂŒsenkrebs sagt er „nö-ö!“ Wir machen jetzt so Farbschichttests, die dauern einige Tage, in einer Woche wissen wir mehr. Nun bekommt mein Cheeky doch tatsĂ€chlich noch eine Farbtherapie verschrieben… ich mach was falsch… 😉

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Gute Reise Cheeky – Part III

„Ehemann, morgen um diese Zeit werde ich aussehen wie Frankensteins Tochter“. Der Abend vor Cheeky’s Adoption war fĂŒr meinen Magen etwas zu viel des Guten. Ich war nervös und freute mich gleichzeitig, ihn endlich loszuwerden!

An dieser Stelle eine kurz, eingeschobene Geschichte: Mich fragte ernsthaft eine Bekannte, ob ich nicht Angst hĂ€tte, mein Mann wĂŒrde mich verlassen, da ich ja nach der OP eine; Zitat: fette Narbe im Gesicht haben wĂŒrde?!“ WTF…! Ich weiss, ich sage es in jedem meiner Blogs und darum gleich noch einmal: Die Jenigen, die wirklich so oberflĂ€chlich sind, bitte verzieht euch aus meinem Leben!! Mein Mann hat mir schon vorher bewiesen, dass ich mir keinen Besseren wĂŒnschen könnte, aber seine Antwort darauf war herzzerreissend fĂŒr mich: „Schatz, ich werde deine Narbe sexy finden, denn weisst du was? Es ist ein Zeichen davon, dass wir das zusammen durchgestanden haben!“ Und nun zu der Bekannten… Ist dir schon einmal aufgefallen, dass Harley Quinn gefĂ€hrlicher werden kann als eine f** Barbie?! Ich mach mir Zöpfe in Pink und Blau zu Halloween und werde authentischer sein als du in deinem Vampirdress! Ach und ich bin bissiger 😉 (Jetzt wĂ€r lache agseit… fĂŒr diĂ€ wos begriffe;-) ) Hahaha

Der nĂ€chste Morgen. Es ist 5 Uhr (AM jawohl… Am Morgen!) und ich versuche so ruhig wie möglich zu bleiben, trinke mein letztes Glas Wasser und frage mich, wieso man vor einer OP eigentlich nicht rauchen darf. Soll ja nichts im Magen sein ok, aber Rauch? Das Blut soll rein sein… aha!

Wir fahren ins Krankenhaus natĂŒrlich gleich mal in die falsche Ecke des Labyrinths! Wir laufen durch sĂ€mtliche GĂ€nge bis wir endlich in der Bettenstation sind. Wir werden hektisch empfangen (Super, mein Blutdruck, ey nehmt bitte RĂŒcksicht ich bin nicht mehr die JĂŒngste!) „Oh, Frau Blaser… bitte sofort umziehen, alle Piercings raus, hier ist ihr Zimmer! Es geht gleich los!!“ Wisst ihr eigentlich wie lange es dauert, bis ich mein komplettes Metal entfernt habe?? Ich zieh mich um und fange an zu heulen. Wieso? Keine Ahnung… ich schiebs mal wieder auf die Hormone und die Angst vor dem Unbekannten. 🙂 Mein OP-Bett kommt ins Zimmer, also natĂŒrlich mit persönlichem OP-Bett-ich-schieb-dich-dann-mal-nach-nirgenwo-Helfer. Ich frage ihn, ob ich mein BlutauffangtĂ€sschen auch entfernen muss, was ihn sichtlich ĂŒberfordert. Das Grinsen war auf meiner Seite. 😉

Mein Mann darf bis kurz vor den Operationsvorraum mit, ich sag ihm „bis bald“ mit TrĂ€nen in den Augen und werde in den OP-Vorsaal geschoben, die Reise beginnt.

„Hallo, kennen Sie mich noch? Ich bin ihre AnĂ€sthesieĂ€rztin… Hallo ich bin der Assistent… Hallo ich bin Assistentin Nr. 2… Wie geht es Ihnen?… Sind Sie nervös? Wir werden Ihnen jetzt eine Spritze zur Beruhigung geben… Oh Sie haben geheiratet?“ STOP!!!! Wer ist hier denn bitte der ADHS’ler?? Ich oder ihr?? Gib dir selber die verd** Spritze! Kein Hirn kommt da noch mit!  Na gut, was ihr könnt, kann ich auch!! Ich fange mit dem Assistenten an zu reden. Er heiratet auch bald, somit kann ich ihm gerade mal erzĂ€hlen wohin die Flitterwochen gehen sollen und wo nicht, bin ja vom Fach! *ichhadiabglĂ€nkthöhö* Mein Pflaster von der Hand wird entfernt und der Zugang gestochen. Ich hatte ja eine Sterbensangst davor, im Enddefekt hab ich nichts gespĂŒrt! *Truewords* Hinter mir höre ich die Ärztin sagen: „Sie ist zu nervös, ich bleibe hier bei ihr!“ Der Engel auf der Linkenseite sagt: Entschuldige dich sofort! Der Teufel auf der rechten: Ach was, die tun dir weh und nocken dich aus, scheissegal! „Oh nei, duet mr mega leid!“ hör ich mich sagen… Anstand siegt… noch! 😉 Sie meinte, sie hĂ€tte noch einen Patienten der total ruhig wĂ€re, alles wĂ€re also ok. Toll nun lieg ich also angeschnallt (!!) da und hab ein schlechtes Gewissen. Blöder Engel! Ich fĂŒhl mich wie in Emergency Room. Totes Licht ĂŒber mir (öhm… gibt es tote Lichter?) der Saal kalt und alle mit Mundschutz! Ich hab einen Cheeky, nicht die Schweinegrippe Herrgott nochmal!

Die Ärztin wieder: „Sie bekommen jetzt DIE Maske“. Welche Maske? Schweinchen? Jigsaw? Zombie? Ist denn schon Halloween? Ah, Co2… uncool! „Werden Sie schon MĂŒde?“ Nö! GefĂŒhlte 5 Minuten spĂ€ter. „FĂŒhlen Sie sich mĂŒde? Gebt ihr mehr!“ Nein, holy shoot! Wieder spricht das Teufelchen zu meiner Rechten: Steh auf und geh! Deine Ängste werden wahr! Die können dich nicht narkotisieren!! Du wirst enden wie deine Mutter, die nicht mehr sprechen konnte, aber alles spĂŒren konnte. Das war bei deiner Geburt, DU bist Schuld und nun soll es dir auch so ergehen! Höllenschmerzen erwarten dich! Hau Sie um, du kannst das! Mein Körper zittert ĂŒberall… Sie schieben mich in den Opsaal, ich sehe wieder tote Lichter an mir vorbeiziehen… NEEEEIIIINNNN… *Schnarch*

Ich wache auf, wieder ziehen tote Lichter an mir vorbei. Ich fĂŒhl mich komplett high und wieder reden alle auf mich ein… „Frau Blaser, wie fĂŒhlen Sie sich? Wissen Sie welchen Tag wir haben? Wo sind Sie?“ Ich bin high und nicht doof! Ihr habt Cheeky entfernt, nicht mein Hirn! „Möchten Sie ihren Mann anrufen“? JA! „Ok, wie ist die Nummer?“ Da wusste ich ja noch nicht, dass sie ihn bereits angerufen hatten. Ich versuchte 5 Minuten lang mich an die Nummer zu erinnern. Heraus kam… nichts brauchbares! 555… nein… 655656666 … 6666… Sie haben’s doch noch geschafft… OHNE meine Hilfe! 😉 Was ich ihm sagte? Keine Ahnung, der Ehemann meinte… „nĂŒt gschieds“! Das sagt er aber sonst auch öfters mal. Die OP ging statt 2,5 Stunden, laaange 5 Stunden! Es war 12.30 Uhr. Da ging etwas schief, ich weiss es!

Ich komme zurĂŒck ins Zimmer und bekomme Hilfe um Pinkeln zu gehen. Ich schiebe den armen, immer noch verwirrten OPBettschieber sehr schroff zur Seite (Adee Astand!). „Ich kann alleine zum Klo!“ Warte mal, da war doch die Rede von einem Katheder? Jetzt weiss ich, wieso mich alle fragten ob ich dringend mal muss. Kein Katheder, keine Unterhosen und ey dude… where are my socks??

Ich leg mich ins Bett, rede mit meinem Ehemann (wieder nĂŒt gschieds!), schlafe ein und kein Witz, trauere irgendwie Cheeky hinterher! Ich fĂŒhle VerbĂ€nde, alles ist geschwollen, wie gehts jetzt weiter?? Schlaf gut!

Zur Abwechslung keine grossen Witze in dem Blog, denn wie soll man bitte ĂŒber eine OP, die man nicht mitbekommt, witzeln? NĂ€chstes Mal dann wieder. 🙂

Hoffe, euch hat der Blog trotzdem gefallen. Bis zum nĂ€chsten Mal! 😉

Liebe GrĂŒsse

Cheekyless-Jenny 🙂

Me, Myself and Cheeky! Part II

Wisst ihr eigentlich wieviele Abteilungen so ein Unispital hat? Sogar Abteilungen in der Abteilung mit unterschiedlichen Namen gibt es. Im Nachhinein betrachtet, fĂŒhle ich mich wie eine Mischung aus der wahnsinnigen Grinsekatze aus Alice im Wunderland, dem HĂ€schen welches durch das Labyrinth hoppelt und der Königin die gerne Köpfe rollen sieht!

1 Woche ist verstrichen, ohne den versprochenen Anruf des Krankenhauses mit dem Operationstermin. Ich rufe also im HNO Sekretariat Poliklinik (glaube ich zumindest) an und siehe da, Frau Arztgehilfin ist genau so wie ich es mir im vorherigen Blog gewĂŒnscht hatte. Nett, verstĂ€ndnisvoll und einfĂŒhlend! Sie telefonierte gute 20 Minuten mit mir, hörte sich meine Verwirrtheit an und meinte, Ihr frĂŒherer Chef sagte immer zu ihr, die Therapie beginne bereits mit dem ersten TelefongesprĂ€ch! Ich wĂŒsste da noch jemanden der etwas Nachhilfe gebrauchen könnte! 😉

Leider wusste sie nicht genau ĂŒber meinen Fall Bescheid, da sage und schreibe drei Ärzte (allesamt Ober- oder KaderĂ€rzte) involviert waren. VIP Leben lĂ€uft! Very Important Patient wohl bemerkt. Ich weiss noch nicht ob das gut oder schlecht sein soll, kommt aber auch nicht drauf an, da ich auf den RĂŒckruf der nĂ€chsten Assistentin warten muss. Die rief dann tatsĂ€chlich ein paar Stunden spĂ€ter an, meinte aber, dass das Ganze von Arzt Nr. 1 zu Arzt Nr. 2 gehen wĂŒrde. Herr Dr. Spezialist fĂŒr Ohr- und Augentumore wurde bis dahin allerdings noch nicht erwĂ€hnt. Komisch, aber noch hinterfragte ich das nicht.

Mein erster Termin mit Arzt Nr. 3 steht. Er fragt mich nach der Geschichte was passiert sei. Schade hatte ich da nicht bereits Part I geschrieben, hĂ€tte viel Zeit gespart. „Hallo Herr Chirurg Nr. 2, lesen Sie als Hausaufgabe meinen Blog bevor ich komme. Bitte, Danke, Adee.“ VIP lĂ€uft! VorgĂ€ngig Important Patient, imfall! 🙂 Er schob an meiner Backe rum: „LĂ€sst sich verschieben, sehr gut!“ Ich muss dazu erwĂ€hnen, dass Cheeky gemĂ€ss den MRI-Bildern komplett im Wangenmuskel eingeschlossen und scharfkantig war. Keine BerĂŒhrung zur OhrspeicheldrĂŒse, ca. 2 auf 3cm gross und langsam bis gar nicht wachsend. Die Tatsache, dass Cheeky hin und her geschoben werden konnte, machte das Ganze noch „besser“! Er erzĂ€hlte mir wie die OP in etwa ablaufen wĂŒrde, ein paar Risiken und das Arzt Nr. 3, der Herr Dr. Spezialist mich operieren wĂŒrde. Wir vereinbarten einen neuen Termin zur OP-Besprechung am 18.07.2017  und einen provisorischen OP Termin am 20.07.2017.

Wir gehen direkt weiter in die AnĂ€sthesiebesprechung. Die Ärztin Nr. 4 erklĂ€rt alle Risiken, auf die ich jetzt nicht nĂ€her eingehen werde, ausser…. „Da Sie intubiert werden mĂŒssen, wĂ€re es möglich, dass wir Ihnen ZĂ€hne ausschlagen!“ Moment… bitte was?! Schon klar, dass muss ja erwĂ€hnt werden, allerdings missfĂ€llt mir der Gedanke, nicht nur Cheeky, meine OhrspeicheldrĂŒse und Lymphknoten, sondern auch gleich noch die ZĂ€hne hergeben zu mĂŒssen. (Nein ich bin nicht Organspenderin. Wartet mal… ZĂ€hne sind ja kein Organ… ich fĂŒhl mich wieder wie das Karnickel im Labyrinth!) „Sind Sie in der Bewegung eingeschrĂ€nkt?“ Fragt die Dame ohne zu ahnen was jetzt kommt! „NĂ€-Ă€, allerdings bin ich im Kiefergelenk ĂŒberbeweglich, könnten Sie also bitte, wenn der Schlauch wieder draussen ist, mein Kiefergelenk wieder einhĂ€ngen?“ Sie schaut etwas verdattert, schreibt es auf und meint: „Gut zu wissen, haben Sie das sonst noch wo?“ „JA, an meinem ganzen Körper, Knie, HĂŒfte, Nacken, Schultern… wollen Sie mal sehen?“ Eigentlich meinte ich es nur gut, ist ja eine Ärztin also interessiert sie das doch sicher brennend. Sie schĂŒttelt mit grossen Augen den Kopf und lehnte dankend ab.

Der 18.07. ist da, der Ehemann und ich sind wieder im Krankenhaus bei Arzt Nr. 2. „Bitte entschuldigen Sie, aber wir können Sie am 20. nicht operieren!“ Ja, hallo erstmal. Wieso denn nicht? Wir haben eine Doppelbuchung und bereits eine andere Patientin die dringender operiert werden muss. VIP ade! Very Irrelevanter Patient! Wir schieben den Termin also auf den 27.07.17 und ich darf all meine Organisation mit dem Studio wieder ĂŒber den Haufen werfen!

Er erklĂ€rt mir sĂ€mtliche Risiken der Operation. Achtung es folgt eine laaaange AufzĂ€hlung: „Wir schneiden vom Ohr der Hautfalte entlang runter bis zum Hals.“ (Ein aktuelles Foto meiner Narbe findet ihr auf meinem Instagram account: Lyonee Jade …. Eigenwerbung *hust* Da kommt der Ich-wĂ€r-sogerne-youtuber- und bin-immernoch-zuoft-online-effekt wieder) Es ist möglich, dass wir an Gesichtsnerven vorbei mĂŒssen, die wir anhand elektronischer Impulse feststellen können. Bedeutet eine Teil-GesichtslĂ€hmung wĂ€re möglich. Die OhrspeicheldrĂŒse wird entfernt und eventuell zwei Lymphknoten im Hals. Kauschwitzen kann nach der OP u.a. eintreten. Es wird immer auch gesundes Gewebe um den Tumor entfernt, im schlimmsten Fall, kann es auch der komplette Wangenmuskel sein. Sie mĂŒssen dann eventuell Strahlen- oder Chemobehandlung haben. Und so weiter, und so weiter… Bitte hier unterschreiben! *Dong* Wieder fĂŒhle ich mich wie ein VIP, ein Verwirrt und Irritierter Patient!

Da noch eine Ultraschalluntersuchung ansteht, watscheln wir zurĂŒck ins Wartezimmer. Meine allererste Verzweiflung bahnt sich an. Lass uns scheiden, such dir ne neue mit der du glĂŒcklich werden kannst, ich werd nie wieder Pole betreiben können etcetera pp! An der Stelle wird mir das erste Mal bewusst, wie wichtig die Begleitperson ist und wie schlimm das Ganze fĂŒr diese Person eigentlich sein muss. Menschen die dich lieben, haben genau soviel Angst wie du, nur mit dem Nachteil, nur zusehen zu können und sich hilflos zu fĂŒhlen.

Wir gehen in den Ultraschall, Cheeky ist nicht gewachsen und immer noch im Muskel scharfkantig eingekapselt. Ein gutes Zeichen! 🙂 Der Arzt sucht die linke, gesunde Seite ab und findet nichts, wieder super! Auch die Lymphknoten auf der rechten Seite scheinen normal zu sein. Ich werde langsam etwas ruhiger und schöpfe wieder Hoffnung!

Mein Chirurg, Arzt Nr. 3, der Spezialist, kommt kurz hinzu und wir lernen uns das erste Mal kennen. FĂŒr ihn bin ich wohl eine Patientin wie jede andere auch. FĂŒr mich ist er der Jenige, der mir am Gesicht rumschnippseln wird und somit verantwortlich ist, wie ich danach aussehen werde. Seine ruhige Art und der sichere, doch kaum spĂŒrbare Griff an meine Wange, ĂŒberzeugen mich und obwohl das absolut absurd klingt, vertraue ich ihm auf Anhieb! Da ich mich bereits mit Methadon anfange zu befassen, kommt natĂŒrlich auch dieses Thema mit den Ärzten auf. Die Reaktion war wie erwartet. „Noch nie gehört, es gibt keine Studien dazu“. Wir lassen das Ganze mal so stehen.

Wir gehen nach Hause und warten auf den OP Termin.

FĂŒr mich die grosse Woche des GefĂŒhlschaos. Ich wurde noch nie operiert, weiss nicht wie sich eine Narkose anfĂŒhlt, wie alles ablĂ€uft und habe panische Angst vor dem Zugang auf dem HandrĂŒcken. (Mein wirklich allergrösstes Problem!) Dementsprechend lĂ€uft eine Dauerschleife in meinem Kopf. Ich versuche mir die OP bildlich vorzustellen, mich auf das GefĂŒhl des Einschlafens zu konzentrieren, zwicke mich dauernd in die Hand und versuche nicht Dr. Google zu befragen! (Habe ich ĂŒbrigens auch nicht getan… Gott sei dank!)

Bis zum dritten Teil – der Operation. 😉

Adiöli und habt einen schönen Tag!

Jenny

Me, myself and Cheeky! Part I

Schatz, ich glaube, mir wÀchst eine dritte Backe!
Ein einziger Satz, eine einzige Beule und viel zu viel Aufmerksamkeit.

I am 7 days post-op. Das wĂŒrden jetzt wohl amerikanische Youtuber in den Titel schreiben. Was sagt uns das? Ich bin kein US Youtuber? Ich bin kein Youtuber? WĂ€re ich gerne Youtuber? Shitake pilz (mein neues Lieblingswort fĂŒr Shit!) ich bin definitiv zu oft online!!

Die Meisten werden sich jetzt denken, wieso schreibst du einen Blog ĂŒber deine Operation/Krankheit?! Ganz einfach, weil ich will! Erstens redet ja keiner gerne darĂŒber, weil man ja krank ist, wer gibt sowas schon zu. Zweitens hilft es anderen nur, wenn es öffentlich geht. Drittens muss ich dann nicht alles 10x erklĂ€ren. 🙂 *Ă€tsch* und viertens… es ist mal wieder selten!!

Eine wirklich kurze ErklÀrung wie alles begann. (Ja ich kann das! Kurz! Ohne 5 eingeschobene NebensÀtze!)

Februar 2017: Ich kassiere „klĂ€pper, Tritt und Böx“ in meiner Pole Stunde. Da haben sich zwei böse Fersen gegen mich verbĂŒndet und gedacht, der zeigen wir mal, dass nicht nur Arsch auf Eimer passt, sondern auch Ferse auf Wange!

MĂ€rz 2017: Die Autofahrt nach Hause war Ă€usserst aufregend … not! Wie jeder normale Mensch, fummel ich mir da also im Gesicht rum und bemerke meine Beule auf der rechten Wange. Sau doof sowas, aber ganz ehrlich, bei mir normal.

April 2017: Der Zahnarzt meint, oh Sie sind ja Stressbeisser… da gibts eine Knirschschiene fĂŒr Sie, die sollte auch gegen Ihre Beule helfen. Ihr Kaumuskel ist komplett verhĂ€rtet. Gehen Sie zum Hausarzt der Ihnen Therapie verschreibt. ZusĂ€tzlich mĂŒssen Sie sich dann noch die ausgebissene Versieglung wieder reparieren lassen. Die Schiene habe ich ĂŒbrigens bis heute nicht gemacht. 😉

April + Mai 2017: Therapie fĂŒr die Beisserchenmuskulatur. Wusste gar nicht dass es sowas ĂŒberhaupt gibt. Mein armer Therapeut war nach 9 Sitzungen und keiner Verbesserung auch wirklich langsam Ende mit seinem Latein. Es folgte ein Hausarztwechsel und wieder die Diagnose: „Ja das ist definitiv der Muskel! Wir machen nochmal 9 Therapien“. Es folgte Triggern, Dry Needling (was ĂŒbrigens höllisch weh tut!), noch mehr Behandlungen und ein noch verwirrterer Therapeut.

Juni 2017: Da ich keinem Arzt, aber meinem Therapeuten und vorallem meinem Mann glaube, gehe ich zu einem HNO-Gesichtschirurgen-ichkennmichaus-Spezialisten und siehe da, er glaubt auch, dass hier etwas nicht stimmt. Er war sich sicher, das ist nicht der Muskel. In dem Moment war „Cheeky“ geboren. Es folgte ein MRI und ein FNP. Wer mich kennt weiss, ich bin sehr lange sehr ruhig und geduldig, aber spĂ€testens beim FNP kam mein Hosenscheisserich hervor. Beim MRI war ja noch alles total entspannt, gezwungener Massen denn ich reagiere allergisch auf das Kontrastmittel (Jod, was fĂŒr ein geiler shit 😉 ), ergo war ich leicht high als ich beim Imamed wieder rausging, oder eher rausflog. *flyhigh*

Der nĂ€chste Tag. Ich war den ganzen Morgen komplett nervös. Obwohl mein HNO-Arzt versprach, es wĂ€re nicht schlimm, hatte ich Angst als mĂŒsste ich nochmal zur Französisch mĂŒndlich LAP. An dieser Stelle muss ich gleich einmal loswerden, wie wichtig die Assistentinnen des Arztes sind. Sie sollten fĂŒr den Patienten da sein, ihn beruhigen und einfĂŒhlend sein. Sollten! Meine war es nicht. Meine rollte mit den Augen, schaute mich an als wĂ€re ich die 300ste, angst-ichhabekeineNervenmehr-Patientin des Morgens und der fleischgewordene Grund ihrer prĂ€menstruellen dysphorischen Störung! Tat meinem bereits zitternden Kreislauf Ă€usserst gut. Ich lag also da, der Arzt nadelte an meiner Backe rum und murmelte etwas von bleiben sie ganz ruhig. Ich hörte die Hormonschleuder auf der anderen Seite noch einmal genervt aufatmen und fing, sehr zu ihrem Leidwesen an zu hyperventilieren. Ging in diesem Moment ja auch um sie und nicht um mich… wie konnte ich nur so egoistisch sein?!? Nach 3 Einstichen, die wirklich kein bisschen schmerzten, war alles vorbei. Auch meine Nerven und sĂ€mtlich SchweisskanĂ€le meines Körpers waren leer. Der Arzt verabschiedete sich, meinte ich solle sonst noch etwas sitzen bleiben und mir Zeit nehmen, seine Assistentin wĂŒrde mir gerne noch helfen. „Ich warte dann vorne auf Sie!“, von wegen nimm dir Zeit! Etwas wackelig auf den Beinen lief ich also mit meinem Wasserbecher nach vorne, vereinbarte einen neuen Termin, wĂŒnschte ihr einen angenehmen Nachmittag und ging! („Ja auch“! war ĂŒbrigens die Antwort *nowordsforthat*)

Übrigens: Bereits bei der Biospie (FNP) zeigte Cheeky sein „heimlifeisses“ Gesicht. WĂ€hrend des ersten Einstichs kam geronnenes Blut, was den Arzt doch sehr verwunderte. „Hmm… vielleicht ist es wirklich nur ein HĂ€matom.“ Leider waren mein Kreislauf und ich im 1. Körperkrieg (Weltkrieg kann man es ja nicht nennen, checksch? 🙂 ) und so bekam ich die Aussage nur am Rande mit. Heute weiss ich, es war der Beginn einer langen Untersuchungsreise fĂŒr Cheeky.

Wir sind mittlerweile mitten im Juni, der Tag an dem Entschieden wird ob „Cheeky“ zur Adoption freigegeben wird ist da. Ich bin wieder bei meinem wirklichen netten und einfĂŒhlenden Arzt mit der immer noch nicht besser gelaunten Assistentin. „Hallo, Wartezimmer!“ war ĂŒbrigens ihre BegrĂŒssung. (Ich heisse zwar nicht Zimmer mit Vornamen Warte aber egal.) Mein HNO erklĂ€rt mir, dass da tatsĂ€chlich etwas bösartiges in meiner Backe wĂ€chst. Ehrlich gesagt kann ich mich nicht mehr wirklich erinnern was er gesagt hat, denn in diesem Moment geht einem ALLES durch den Kopf, nur nicht zuhören. Nicht optimal, aber so ist das halt. Er war erstaunt, wie gefasst ich die Diagnose aufgenommen habe. Könnte daran liegen, dass ich damit gerechnet habe, oder ich nicht glauben wollte, was ich da höre. Sie haben da einen bösartigen Tumor, das heisst Krebs. Wie soll man da positiv bleiben fragen sich wohl viele. Ich konnte / kann es, wenn auch mit RĂŒckschlĂ€gen aber zu 90% klappts. Ich predige immer „der Geist steuert den Körper“ und daran glaube ich noch immer. Bösartig heisst nicht unbezwingbar. 😉 (Das als kleiner Aufsteller fĂŒr Betroffene)

„Sie mĂŒssen dies unbedingt entfernen lassen, drinnen lassen geht auf gar keinen Fall“. Gut, Cheeky-Problemkind du wirst definitiv weggegeben. Er gab mir den Namen meines Chirurgen, ein wirklich angesehener Augen- und Ohrentumor Spezialist (oder auch Cheeky’s Adoptivpapa) und entliess mich in eine fĂŒr mich, sehr ungewisse Zukunft.

Hatte ich damals Angst, mein Gesicht aufgeschnitten zu bekommen und eine riesige Narbe zu haben? Nicht wirklich und dafĂŒr gibt es eine einfache ErklĂ€rung oder Lebenseinstellung. Ich war nie der Typ-Mensch, der andere anhand ihres Aussehens bewertet. So bin ich beispielsweise ein Gegner von Kalorien zĂ€hlen, weiblichem Bauchvergleichsyndrom, Muskelaufblaswettbewerben oder Ă€hnlichem. Alle diejenigen die diesen Lifestyle leben, bitte nicht persönlich nehmen. Ich finde diese Disziplin, sein halbes Leben lang auf alles Mögliche verzichten zu mĂŒssen/wollen, wirklich bemerkenswert, meins ist es allerdings nicht. Gesund (obwohl dies auch wieder Ansichtssache ist) leben und auf sein Ă€usseres achten JA, aber um jeden Preis? Ergo kann ich auch gut mit einer Narbe im Gesicht leben! Perfekt gibt es sowieso nicht und wer sagt eigentlich, dass Perfektion in der Symmetrie des Gesichts liegt? Die wirkliche StĂ€rke liegt doch darin, zu seiner Vergangenheit zu stehen. Hey, darĂŒber habe ich doch schon einmal geschrieben?! http://jennyspole.com/uncategorized/nicht-ohne-mein-tshirt/ (jojo ich weiss, EigewĂ€rbig stinkt *hust*)

An alle da draussen, die schwere Zeiten durchmachen, krank sind oder einfach manchmal die Hoffnung verlieren. Denkt (oder versucht es wenigstens) immer positiv. Wer negativ denkt, zieht das Schlechte an. Ausserdem braucht euer Körper den positiven Geist! 😉

So genug gesĂŒlzt und Klischee bedient… Part II folgt bald. Dann mit meinen Operationserlebnissen, was auch eine Story wert ist. 🙂

PS: Ja das ist meine Ansicht einer Kurzgeschichte!

Adiosos 🙂

Why do teachers talk that much?!

Bin ich eine Quasseltante? Ich denke schon. Auf jeden Fall bestĂ€tigen das meine SchĂ€fchen immer wieder. (Meine bessere HĂ€lfte sowieso… wenn auch nicht immer im Positiven 😉 )

Ihr kennt das doch sicher, ihr seid in eurer Polestunde und die liebe Trainerin erklĂ€rt und erklĂ€rt und erklĂ€rt, dabei wollt ihr doch eigentlich einfach den Trick ĂŒben. Zwischendurch rutscht noch ein… oder doch eher zwei oder drei… SprĂŒche die „off Poletrick“ sind dazu. Wieso denn? ErklĂ€r den Trick und lass mich ĂŒben! Ehrlich? Nö! Sicher gibt es diverse Instruktorinnen, die nicht ganz so viel quasseln wie ich, ok, auch gut! Aber wieso das Alles? Ist das Ganze Absicht oder doch eher „MĂ€delstypischichmusswassagen“? In meinem Fall wohl eher etwas von Beidem!

Stellt euch vor, Ihr bekommt einen neuen Trick nur halbpatzig erklĂ€rt, oder sogar nur vorgezeigt. Wisst ihr dann genau was ihr tun sollt? Also JA, eine anstĂ€ndige ErklĂ€rung dauert etwas! Sie verhindert UnfĂ€lle und Verletzungen, denn genau das passiert, wenn ihr euch einfach an die Pole, den Hoop, oder andere GerĂ€te wagt, ohne genau zu wissen, was ihr da eigentlich tut. Falscher Grip, Hand hĂ€lt nicht mehr, ausgedreht und schon schmerzt die Schulter. NatĂŒrlich stehen die Instruktoren dabei, supporten was das Zeug hĂ€lt, richten ihr SchĂ€fchen in die richtige Position oder tragen Sie zur Not durchs Studio. 🙂 (JĂ€ genau eso und jetzt losloh… huch… d’Hand, nit ALLES! 😉 ) Also fangen wir unser Supergirl auf, tragen sie in der selben Position halt einfach weg von der Pole und stellen sie wieder auf. „Lifeofateacher“

Nun, jede Trainerin hat nur zwei HĂ€nde, also steht sie jeweils bei einer SchĂŒlerin und hilft ihr, die anderen ĂŒben bereits die ersten Schritte alleine. Was wenn jetzt genau das passiert, wie vorher beschrieben? Das KĂ€tzchen lĂ€sst los und fĂ€llt oder verliert schlicht die Kraft, weil sie zulange ĂŒberlegt wo jetzt welches Körperteil hin muss. Also nochmal, wieso rede ich denn bloss soviel?!

Um genau DAS zu verhindern! 😉

NatĂŒrlich wird nicht solange erklĂ€rt, dass dann alle bereits wieder kalt an die Pole mĂŒssen. Allerdings ist eine etwas komplexere ErklĂ€ren, z’mitzt in der Stunde auch eine super Sache um wieder neue KrĂ€fte zu sammeln.

Wieso denn aber das SprĂŒchli klopfe? Wieso ist jemand introvertiert, andere dagegen extrovertiert? Wieso ist jemand Blond, der andere mit schwarzen Haaren zur Welt gekommen? Wieso, wieso wieso?! Weil! So!

Wir sind nicht vor Gericht, sondern geniessen unser gemeinsames Hobby und haben Spass. (Dazu hat es ja schon einmal einen Blog gegeben, verlinke ich mal hier…  http://jennyspole.com/uncategorized/nicht-ohne-mein-tshirt/ )

Und weil ich als quasselndes, hĂŒpfendes, mit Freude an meinen SchĂŒlern, Einhorn zur Welt gekommen bin, klopfe ich (und ĂŒbrigens viele andere Trainerinnen auch) SprĂŒche, versuche dadurch auch meine lieben zu motivieren, wenn mal der Tag nicht so toll war und kann mit Stolz dann Fotos von Ihnen prĂ€sentieren!! (puuhh lange Satz!)

Pole geht nicht darum, so schnell wie möglich, so viele Tricks wie möglich zu können, jeden Falls nicht wenns nach mir geht! Sondern darum, gesund und fit zu sein/bleiben, Tricks sauber ausfĂŒhren zu können und danach stolz auf sich selbst zu sein. (Die „ich kum eifach ned wieter im Pole“ Thematik folgt dann in einem einzelnen Blog).

Train together, quassel together and have fun! <3

 

Projekt Handvernichtung in 3 Tagen

Am 31.05.2016 war es soweit und unsere Reise ins Land der CowboyhĂŒte und Shockfrosting Air Conditionings ging los. Die einen starteten tatsĂ€chlich um 04.15 Uhr morgens. Da waren wir ja grade noch human mit unserer Zeit (05.30 Uhr). Alles natĂŒrlich AM. Hö..? AM, was soll das sein? Am Morgen natĂŒrlich, was denn sonst?? 😛 Ok, eigentlich wĂŒrde mich jetzt kein Amerikaner verstehen, fĂŒr die ist das nur die Tageszeitangabe, Tagesabschnittsangabe, Morgensmittagsnachmittagsunterteilungdestageszuruhrzeitkategorie… ach wie nennt man denn das?? am und pm halt eben. Unnötiger Abschnitt, musste aber mal gesagt werden!! 🙂

Also gut, wir flogen von ZĂŒrich nach Frankfurt und dann weiter nach Texas. Dort angekommen, verfrachteten wir uns freiwillig in die „designated smoking area“, wohl bemerkt die war draussen!! Ich werde das wohl nie verstehen. NatĂŒrlich bleibt der Rauch genau in dem am Boden markierten Raucherfeld, wer wĂŒrde sich denn schon trauen, sich den Regeln zu widersetzen?! Der Abschnitt wird wieder zu lange, also jetzt kurz…

Riesen Auto geholt, auf zum Hotel. Von abgesperrten Autobahnausfahrten ins Nirvana ĂŒber vibrierende linke „fĂŒdlibacken“, weiter zu noch mehr gesperrten Strassen, ĂŒber Stock und Stein und noch mehr Schlamm… sing hallelujahh wir waren im Hotel. *Shockfrosting on*. Die Eingangshalle des Hotels erinnerte mehr an einen ĂŒberdimensional zu gross geratenen Frigo. Im Hotelzimmer das Selbe. Toll fĂŒr die MĂ€nner, schlecht fĂŒr das weibliche Geschlecht. Wieso genau schwitzen MĂ€nner eigentlich immer, wĂ€hrend Frauen immer schlottern?? (Ausnahmen bestĂ€tigen die Regel) Oder… warum schwitzen Amerikaner (MĂ€nnlein und Weiblein) immer, wĂ€hrend Schweizer (nur Weiblein) schlottern? Ich hĂ€tte da mehrere Theorien, zu denen aber ein anderes Mal. 😉 (merksch muesch mi nĂ€ggschte Blog denn au lĂ€sĂ€!)

Zwei Tage Regenwetter… in Texas.. in den USA, wo die Valet Parking Gnome noch sagen: „Ach hier regnet es eigentlich so gut wie nie!“ Danke! Nach zwei Tagen dann die Erlösung.. SONNE, ach ja und die weibliche Gattung natĂŒrlich im Convention Center fĂŒr Pole Workshops. Ciao Sunne het mi gfreut gĂ€ll… dummi chueh!

So und jetzt zum eigentlichen Thema. Yoga, morgens um 09.00 Uhr *Shockfrosting on* nein… nein… nein… „Straighten your legs and lay down“! Whuat? Nicht dein ernst? Meine Beine erholen sich erst gerade aus dem StĂŒtzstrumpfschockflugmodus, von Blutzirkulation kann noch gar keine Rede sein. An dieser Stelle, sorry lieber Valet Gnom, ich nehme alles zurĂŒck. Du Lemming, ich Gnom… mit Katzenbuckel! Danach folgt ein Workshop nach dem nĂ€chsten. Soweit so gut. NĂ€chster Tag nĂ€chstes *Shockfrosting on und draussen scheint schon wieder die Sonne*, nĂ€chstes GlĂŒck. Drei Workshops warten, unzĂ€hlige GĂ€nge um noch mehr einzukaufen warten. 😉 Wir sind blau wie Avatare und wirken neben gewissen Instruktoren genauso gross. Sogar die kleineren unter uns. 😉 Die HĂ€nde könnten bereits jetzt als RĂŒĂ€blirasple durchgehen, naja immerhin muss man so niemanden massieren. Die vielen Spins im zweiten Workshop (Handgelenke auaaa) lassen uns dann zusĂ€tzlich noch aussehen wie suizidgefĂ€hrdete RĂŒĂ€bliraspeln.

Der letzte Tag bricht an. Noch ein Workshop und wir haben es geschafft. *Shockfrosting nicht mehr on, da wir uns langsam daran gewöhnen* Hier kommt der Knaller. Innert 1 Minute wird mein Englisch in 3 verschiedene Dialekte eingestuft. Dutch… makes sense, south states… ich fĂŒhle mich geehrt, ireland…. was?! ay… Wieso genau wird niemals hinterfragt, wenn jemand einen Hydranten ein „Feuerwehr WasserzĂ€pfchen“ nennt, ich aber in Amerika zur Irin werde?? SlĂ n and dag! So google it! 😉

ZurĂŒck zu den HĂ€nden, um die gehts ja eigentlich. Mittlerweile benehme ich mich in Workshops…. und noch viel schlimmer… im realen Leben, wie Edward mit den ScherenhĂ€nden. ScherenhĂ€nde die RĂŒĂ€bli raspeln können, Bananen pĂŒrieren und sogar anderweitige Hornhaut feilen können. Also eigentlich bin ich eine fleischgewordene Schleifmaschine. MĂ€nner nennen das auch KratzbĂŒrste. 😛 Ahaaaa das ist eigentlich gar nicht böse gemeint?! Got it! 🙂

Wie machen das all die PoleStars? Stundenlange Trainings, Unterrichten, Shows etc… und sie sehen immer noch nicht aus als hĂ€tten sie Elefantitis (Nein das sind keine riesen BrĂŒste), wĂ€hrend wir in Gollummanier, aber als Avatare verkleidet ĂŒber die GĂ€nge schleichen? Im schlimmsten Fall verliert einer mal die Stimme. HĂ©agorach!!

Danke fĂŒr die tolle Zeit und die genialen Workshops. FĂŒr die, die es wundernimmt, hier unsere Workshopliste:

Shaina Crue, Heidi Coker, Samantha Star, Michelle Natoli, Josiah Grant

Wenn ihr also mal die Möglichkeit habt, an einen ihrer Workshops zu gehen, GO FOR IT!!

:*

 

Nicht ohne mein Tshirt!

Ob bei Schnupperstunden oder in den ersten regulĂ€ren AnfĂ€ngerstunden, die Aussage ist und bleibt wohl immer die gleiche. „Aber ich ziehe mein T-Shirt nicht aus! NEI NEI!“ oder „Aber ich bin total schwach und unsportlich!“

Was mich aber am aller traurigsten stimmt ist die Aussage: „Ich geh nicht zum schnuppern, auch wenns mich interessieren wĂŒrde, aber die sind da sowieso alle total sportlich und ich seh nicht so aus!“ Ächt jetzt??

Ihr Lieben, erstens: NEI! zweitens: NEI! und drittens: NEEEII!!

Habt ihr denn schonmal erlebt, dass all die Sportprofis mit 6-Pack und in Popeye-Manier vom Himmel gefallen sind? Also ich nicht! 😉 Und stellt euch mal vor, es gibt Pole Trainerinnen, die nicht aussehen wie die fleischgewordene Zwillingsschwester von Hulk. Normale Frauen, die gerne essen und trotzdem trainieren und einiges an der Pole können.

Glaubt nicht, dass jede Polerin einfach so und wegen ein paar Stunden an der Pole, fröhlich ihren Waschbrettbauch vor sich hin trÀgt. True Story, es ist nicht so! Wenn, dann sind das diejenigen, die jeden Tag mehrere Stunden Sport treiben, auf ihre ErnÀhrung achten und vom Pole oder Artistensein leben! Alle anderen sind nicht so! (Auf jeden Fall habe ich noch keine getroffen)

Aber kommen wir zum wichtigsten Punkt. ES GEHT NICHT UMS AUSSEHEN!!

Sport sollte doch Spass machen, die eigene Fitness unterstĂŒtzen und schlicht und ergreifend dazu fĂŒhren, dass jede und jeder sich wohl fĂŒhlt. Wo also liegt denn der persönliche WohlfĂŒhlfaktor? In starken Oberarmen? Im straffen „FĂŒdli“ oder in der Aussage einfach mit sich selbst im Reinen zu sein? Wer definiert perfekt und gibt es perfekt ĂŒberhaupt??

Ich habe einmal einen super tollen Beitrag gelesen in dem es um Schwangerschaftsstreifen und die Scham den Bauch zu zeigen ging. Sollen sich Mamis denn ernsthaft schĂ€men ihren Bauch zu zeigen, weil er nicht mehr so aussieht wie es die „Gesellschaft“ erwartet? Kann genau dieses Mami nicht eher stolz darauf sein, was sie und ihr Körper da erschaffen haben? Ist sie vielleicht nicht genauso diszipliniert gewesen wie ein Bodybuilder?? Die Leiden die sie hatte wĂ€hrend der Schwangerschaft, das extra Gewicht das sie mit sich herumgetragen hat, den Verzicht den sie fĂŒr ihr Kind auf sich genommen hat und vor allem die körperliche Schwerstleistung, dieses kleine Geschöpf auf die Welt zu bringen?!

Wieso dĂŒrfen alle Sportler ihren Körper zeigen und verdienterweise stolz darauf sein, eine Mutter aber nicht?! Hat sie es nicht genauso verdient? Ihr merkt vielleicht wie sehr mich dieses Thema in Rage bringt und wie sehr ich die Meinung vertrete, jeden so zu akzeptieren wie er ist. Denn JEDER hat seine Geschichte und seine Leistungen hinter seinem Aussehen!

Uuuuund genau dies gilt fĂŒr alle! Ihr seid (mit D und nicht mit T!!) weder zu dick, zu dĂŒnn, zu schwach, zu gross oder zu klein. Habt keine zu kurzen oder zu lange Zehen, auch eure Arme kommen nicht im Orang Utan Style bis zum Boden und das linke, viiiiieeel zu schreegi OhrelĂ€ppli bemerkt auch keiner! Seid (wieder mit D und nicht mit T!) so wie ihr seid (and again…D) und schliesst Freundschaften, tanzt als farbige Einhörner durchs Studio und in unserem Fall… mĂ€hĂ€hĂ€hĂ€hÀÀÀÀt was das Zeug hĂ€lt! Weil wir euch genauso lieben wie ihr seid (da ist ja das D wieder!!) 🙂

Also ihr alle, go for it… do pole, love dancing, enjoy it und viel liebi fĂŒr euch sĂ€lber!! 😉

See you soon <3

 

Time runs by sooo fast!

Liebe Pole-Menschen da draussen.

Ja, Schande auf mein Haupt… ich habe ja seit einem guten halben Jahr nichts mehr geschrieben! FĂŒr das gibts als Strafe gleich keine neuen Schuhe die ich doch soooo unbedingt und dringend haben muss. 😛

Irgendwie hatte ich aber auch nicht wirklich ein Thema, dass mich zum Schreiben angeregt hÀtte. *justhonest*

Jetzt aber schon. Viele von euch haben mitbekommen, dass es nun eine neue Liebe in meinem Leben gibt. Wir sind nun offiziell seit 3 Wochen zusammen. *Schock* Was? Ja genau. Aber nicht so wie ihr vielleicht denkt. 😉 Die neue Liebe ist ein Studio und heisst POLECATS!! *hihi* Link zur Homepage steht dann natĂŒrlich weiter unten. *winkwink*

Viele haben mich gefragt, was ich denn nun den ganzen Tag mache, ob ich nicht mehr arbeite und einfach nur noch mein *SchoggilĂ€bĂ€* geniesse. Ja genau! Ich sitze den ganzen Tag zuhause, knuddle meine Katze, koche, wasche und bin Hausfrau. Abends geh ich dann unterrichten und that’s it …NOT!!! Nun also eine kurze ErklĂ€rung.

Eigentlich war ja einiges anders geplant… my life eben… aber erstens kommt es anders, zweitens als man denkt. Genau! Das PoleCats sollte ein kleiner Spassfaktor neben meinem Hauptberuf sein. Wie es aber mein Schicksal so wollte (ja ich glaube fest daran!), wurde nun aus dem – nebenbei etwas „Pölele“ – ein 100%-Job. Wer hĂ€tte das gedacht?! NĂ€here GrĂŒnde zu meinem Berufswechsel wird es hier aber nicht geben, aber soviel sei gesagt, das BĂŒroleben sieht mich nicht so schnell wieder. 🙂

Gerade sitze ich also da und plane unsere Eröffnungsfeier am 26.09.2015 von 16.00 – 18.00 Uhr, etwas Werbung darf sein. 🙂 Wusstet ihr, dass es fĂŒr den absoluten KĂŒchenchaosunddisasterauslösechef wie mich eine echte Tortur ist, den ApĂ©ro zu planen? GetrĂ€nke gehen ja, aber Essen.. oh Essen…*undschonwiederknurrtdermagen*. Am liebsten hĂ€tte ich ja gleich Alles und doch irgendwie nichts. Fisch? Vegi? Vegan? HĂ€ppchen und falls ja wieviele? Fragt man da den BĂ€ckermenschen, benötigt man alles und davon reichlich… mehr als genug und dann bitte vergiss bloooooss nicht die Schinkengipfel, GemĂŒsegipfel, PizzatĂ€schchen, 5-Sterne Amusebouche mit frisch grilliertem Lachs auf Mangotartar-Dill-HĂ€ubchen-Schiessmichtot… Sorry an alle Gourmets da draussen, ich weiss noch nicht mal wie man das alles schreibt. Da ich aber natĂŒrlich noch nichts verraten möchte, seid gespannt was es denn schlussendlich geben wird. 😉

Ich weiche vom Thema ab. Also, so sitze ich vor meinem Mac (juheee wir sind langsam echte Freunde und er versteht sogar mein technisches „ChuderwĂ€lschundmachjetzteifach“!) und administriere… gibts dieses Wort ĂŒberhaupt? Administriere vieles und noch mehr. Plane Neues, dass natĂŒrlich auch wieder nicht verraten wird und ja knuddle, oder besser gesagt nerve alle 30 Minuten das Motz. (Die Katze)

Keine Ahnung wie es bei anderen Polestudiobesitzern so ist, aber ich darf mich wirklich sehr sehr glĂŒcklich schĂ€tzen. Denn bereits vor Betriebsbeginn, hatte ich genug Anmeldung fĂŒr Kurse und likes auf Facebook, sogar die Ausbildung war ausgebucht. Vielen vielen lieben Dank an ALLE beteiligten fĂŒr diese riesen UnterstĂŒtzung. Ihr seid echt der Wahnsinn.

So, jetzt wisst ihr also etwas Bescheid. Mein Tag besteht aus Katzen… Miss von und zu Motzalot möchte an dieser Stelle noch bemerkt haben, dass sie teilweise echt froh wĂ€re, wĂŒrde ich wieder in einem BĂŒro arbeiten. 😛

Knutsch Euch :*

www.polecats.ch

 

Off Topic – Let’s go on holidays!!

FĂŒr einmal kein Pole, sondern einfach mein letztes Ferienerlebnis. 🙂

Bekannterweise bin ich ja ein riesen A380 Fan. Den hatten wir auch auf allen FlĂŒgen. FĂŒr einmal keine eingedrĂŒckten Kniescheiben, Bleibeine oder ThromboseĂ€ngste. Genial!! Wir landeten in Bangkok, holten unser GepĂ€ck und suchten unser Taxi in Richtung Hua Hin. Kann mir mal bitte jemand erklĂ€ren WIESO genau die Klimaanlage in den Taxis immer auf gefĂŒhlte minus 20 Grad gestellt werden? Gerade Thai’s sollten die WĂ€rme doch gewohnt sein. Nehmen sie ernsthaft RĂŒcksicht auf die weissen EuropĂ€er?

So sass ich dann also in Thailand bei einer Aussentemperatur von ca. 35° in Pulli, Jacke und Schal 3 Stunden lang im Taxi. Leider konnten wir uns kaum mit dem Fahrer unterhalten, da sich sein Englisch auf „good“ „there“ und „mini“ (whuat??) beschrĂ€nkte. Zum Schluss ein „khoop khun kha“ mit gefĂŒhlten 1000 AAAA’s durch die Nase und ab zum Check In. Es regnete in Strömen. Ja die Begeisterung Thailands ĂŒber unseren Besuch war riesig. Das Zimmer war sensationell. Mit offenem Bad ohne Sprudel (gibt’s denn sowas!) und grossem Wohnbereich und Terasse. Raucher happy.

Nun denn, es ist mein Blog und nicht tripadvisor, also spare ich mir eine genaue Beschreibung des Hotels. Wen’s doch interessiert:

http://huahin.regency.hyatt.com/en/hotel/home.html

Das wohl spektakulĂ€rste war meine Begegnung mit dem Frosch. Warum wurde dieses Tier nur erschaffen? Eklig, einfach eklig. (Ja ich habe eine grauenhafte Froschphobie!!) Er stand da mitten im Weg wo ich laufen wollte, ich lief auch weiter, allerdings rĂŒckwĂ€rts, hĂŒpfend, seitlich, quietschend… Sehr zur Belustigung meiner besseren HĂ€lfte. Herzlichen Dank an dieser Stelle fĂŒr die Hilfe! *Ironieoff*

Nach einer Woche ging es wieder mit dem „Touristen-Shockfrost-taxi“ zurĂŒck nach Bangkok. Dieses Mal waren wir allerdings schlauer und baten doch einfach, die Klima etwas zurĂŒckzudrehen. Das Gesicht des Fahrers sprach bĂ€nde. 🙂 Nach kurzer Zeit wurde aus dem Frostmobil, das Sniff-mobil. Da zog sich doch der Taxifahrer ernsthaft alle anfĂ€nglich 10 Minuten, danach 4-5 Minuten ein schrecklich stinkendes Döschen rein. Keine Ahnung wie diese Dinger heissen, es gab sie allerdings auch kurze Zeit mal in der Schweiz. Der Gestank ist eine Mischung aus FrischhaltetĂŒchern, billig ParfĂŒm, KrĂ€utern und schlecht abdeckenden Schweissdeos. Wiederlich. Da der Herr noch weniger Englisch konnte, als sein VorgĂ€nger, konnten wir ihm nicht sagen, dass wir langsam rosa Elefanten sehen. Deshalb öffneten wir alle paar Minuten die Fenster. Das bemerkte er dann doch und wir kamen wieder nĂŒchtern im Hotel in Bangkok an. 🙂

Auch wieder so ein tolles Hotel!! (No Tripadvisor)

http://www3.hilton.com/en/hotels/thailand/millennium-hilton-bangkok-BKKHITW/index.html

I survived Bangkok traffic!!!

Holy molly, ich bin wirklich etwas schockiert. Autos, Tuk tuks und Moppeds egal wo! Könnten die fliegen, so wĂŒrden sie es tun!  (Ich muss immer noch an den Frosch denken!!!)

Wir lernten schnell, dass Taxis wohl die schlechteste Wahl ĂŒberhaupt sind. Wir versuchten zu unserer Rooftop Bar (Horizons) zu gelangen, doch war es schlicht unmöglich. Unser Taxifahrer war wohl der beste Freund der Polizei, er zeigte uns zahlreiche Bussenzettel, kannte aber dadurch auch eine AbkĂŒrzung. Durch die Police Area versteht sich. 🙂 Danach ging die Suche los. Leider kennen weder die Einwohner ihre eigenen Bar’s, noch das Personal des Einkaufcenters worin sich die besagte Bar befand. Schilder, Werbung oder sonstige Wegweiser… fail! Ein Anruf in der Bar, dass wir den Eingang nicht finden und somit verspĂ€tet erscheinen, zwecklos. „Iu wont rĂ€servĂ€schööön?“ Ja, indirekt, behalten! Lange Rede kurzer Sinn, wir hatten schlussendlich ein super tolles Abendessen und eine sensationelle Aussicht! 😉

Neuer Abend, neuer Versuch. (Ob der Frosch noch lebt und weitere unschuldige Touristen zu Tode erschreckt?)

Dieses Mal schlauer, wir nehmen kein Taxi in die Stadt, neeeiiin, wir nehmen ein Tuk Tuk. Der Herr wusste weder wohin wir wollten, noch um welche Zeit wir da sein sollten. Das bemerkte meine bessere HĂ€lfte etwas vor mir. „Der fĂ€hrt komplett falsch!“ „Ach was, der kennt nur den Stau und möchte diesen sicher umfahren!“ Genau, 1 Stunde lang umfahren wir also einen Stau der nicht vorhanden ist. (Mir war wohl doch etwas wĂ€rmer als gedacht). Nach ettlichen, verzweifelten Versuchen der Tuk Tuk Schnarchnase zu erklĂ€ren wo wir hinwollen, gaben wir auf. Er sollte uns ein Taxi bestellen. Der zwischenzeitliche Kurzbesuch in einem abgelegenen, dunklen Hinterhof, machte die Situation nicht besser. Wir namen also ein Taxi und fuhren los und endeten… im Stau. 2.8km vor unserem Ziel. Da wir bereits eine Stunde VerspĂ€tung hatten, entschieden wir uns also zu Fuss weiter zu gehen. An dieser Stelle möchte ich feststellen, NIE wieder in Bangkok mit hohen Schuhen rumzulaufen!! Da der Skytrain nicht weit entfernt war, fuhren wir doch noch eine Station damit um danach wieder weiter zu laufen.

Wir erreichten das Above Eleven mit 2 Stunden VerspÀtung wurden jedoch mit einer Sensationsaussicht, tollem Essen (SUSHI), und einem wunderschönen Abend entschÀdigt. Der letzte Abend unserer Ferien war also doch noch gerettet.

Der Tag der Abreise kam. Nach einer Flussfahrt und einem komplett anderen Eindruck von Bangkok, begaben wir uns zum Flughafen. Unser Flug hatte dank Sandsturm in Dubai VerspĂ€tung. Ich futterte mich also durch das Buffet in der Lounge und strapazierte den Akku meines Smartphones. Der Flug war toll und das Essen super! Die Bar im A380 ist eine Sensation! Auf dem Weiterflug von Dubai nach ZĂŒrich besuchten wir wieder die Bar. Die Bloody Mary die ich mir bestellt hatte, bestand zwar mehr aus Mary als Bloody aber man gönnt sich ja sonst nichts. 🙂 Und natĂŒrlich… ESSEN!

Wir kamen also definitiv gesÀttigt und zufrieden wieder Zuhause an.

Und wenn die Frösche nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute.

THE END

World’s first problems!

Ja, was wir Pole Dancer an Probleme haben, ist schon fast un-er-trag-bar! 😉

Hier einfach mal ein Abriss (vielleicht mit 1 oder 2 Kommentaren von mir.. ich kann’s eben doch nicht lassen):

 

1. Deine HÀnde sind aufgerissener als die deines Freundes! (Ist doch super, nie mehr massieren!!)

2. Bodylotion pfui! Die Ebbe auf den Beinen trifft ein.

3. Dem Freund oder der besten Freundin den neuen Trick erklĂ€ren. HĂ€nde und FĂŒsse fuchteln wild, doch leider weiss der GegenĂŒber noch immer nicht, von was du da eigentlich redest. (Handspring, weisch denn bisch so kopfĂŒber und dfiess obe ir Luft und dHĂ€nd sin grad, aber muesch ufpasse dass de Ellboge ned duurebiegt… weisch wieni mein??!!)

4. Dein Schrank ist voll mit Leggings, aber wehe ein GeschĂ€ftsanlass steht an… was zieh ich bloss an?

5. Wenn dein Sportstyle in dein Privatleben ĂŒberlĂ€uft. (Also ich sag ja immer, KĂŒnstler dĂŒrfen dass… UGG Boots voraus!!) 🙂

6. Beim Autofahren hörst du ein neues Lied und denkst sofort an neue Choreos, blöderweise vergisst du dabei deinem Freund, der gerade etwas erzĂ€hlt zu zuhören! (Oops, naja Gleichberechtigung fĂŒr alle! MĂ€nner sagen ja selbst, sie hören uns oft nicht zu… stimmts?)

7. Wenn du tolle Musik hörst, fĂ€ngst du an zu tanzen… EGAL wo!

8. Du musst nach dem Training öfter zwischen Auto und Wohnung hin und her laufen, wie nach dem Einkaufen.

9. Das Handy klingelt, wĂ€hrend du tanzt… mitten in der Choreo! oh no… wer stört?! (JA ich weiss, Flugmodus on!)

10. Youtube, Instagram, Facebook… du kennst sie alle! Videos sind so super inspirierend. Blöderweise vergisst du dabei schon fast (oder ganz?) den Haushalt.

11. Dein Handy meint mittlerweile „Kein Speicherplatz vorhanden“… grrrr! Aber ich muss doch den neuen Trick filmen.

12. Hunger… immer… ĂŒberall!! Schoggiiiii 🙂 (Sorry der musste rein)

UND LAST BUT NOT LEAST

13. Bye bye boobs!!! 

 

Eigentlich wĂŒrden mir noch tausend Dinge einfallen, aber ich wĂŒrde es eigentlich witziger finden, wenn Ihr in den Kommentaren einfach weiter macht! Let’s go! 🙂

xoxo Jenny