Cheeky the Dinosaur

Zuerst: Sorry sorry für die lange Wartezeit!!! Nun aber los…

Weitere Wochen, viele Telefonate und Unklarheiten sind verstrichen. Wir wissen jetzt endlich was Cheeky war. Ein Dinosaurier! Die Ärzte Nr. 1 bis mittlerweile gefühlt unendlich, nennen ihn Rhabdomyosarkom. Das bekomme ich am 18.08.2017 von meinem Chirurgen erklärt. Nicht gerade auf die Einfühlsamste Art und Weise. Mir wird klar gemacht, das ich bei einem zweiten Cheeky verloren wäre. Ich war geschockt, heulte wie ein Schlosshund und war gleichzeitig sowas von stinksauer… wie kann man denn sowas nur sagen?!

Kurz zum Dino oder auch Weichteilkrebs genannt. Kann jederzeit überall kommen, ist höchst agressiv/rezidiv und kommt eigentlich nur bei Kindern vor. Gut bei der Geschichte, ich hab’s nicht in den Genen… Juhuuuuuu ein Lichtblick, der meine Tränen zum Trocknen bringt. 🙂 (Klingt alles immer noch schlimmer als es wirklich ist)

Jetzt meine Gedanken. Wenn das Ganze doch so höchst agressiv ist, warum ist Cheeky innert der letzten Monate keinen Millimeter gewachsen? Wieso ging das Herausfinden so dermassen lange und vor allem… Wieso kommt er genau dann, wenn sooo viele äusserliche und psychische Faktoren mitspielen? Im Januar hatte ich eine wirklich schwere Grippe, im Februar zwei 2x Füsse im Gesicht (Genau auf dieser Stelle), 3 schwere psychische Breakdowns auch im Februar, und genau dann kommt er? Sachen gibts! 😉

Mir wurde 1 Jahr Chemo und 6 Wochen Bestrahlung schwerstens ans Herz gelegt. Vorsichtshalber. Ich bin brav zu den Beratungsterminen gegangen und wisst ihr was? Ich war danach verwirrter denn je! Wiedersprüche, Verkaufsargumente, sei ja nur zu meinem Besten, Chemo schade NICHT dem Körper, Strahlen gehen nicht durchs Stammhirn und und und.

An dieser Stelle möchte ich bemerken, dass alles was ich hier schreibe allein MEINE Meinung ist. Ich möchte niemandem zu nahe treten oder sagen, eine Entscheidung für oder gegen Chemo wäre falsch oder richtig! DAS MUSS JEDER FÜR SICH ENTSCHEIDEN! Ich habe mich sehr gut informiert, viel gelesen, ausgetauscht und meine Entscheidung getroffen!

Das ich alles medizinische abgelehnt habe heisst nicht, dass ich nichts getan habe! 😉

Finde dein Ying, Yang, Chi, Salzstreuer oder wie auch immer man es nennen will und du findest deine Gesundheit! So begab ich mich auf eine lange, tiefe Reise in mein Innerstes und bekämpfte meine Probleme! Meditation ist hier das Stichwort! 😉 War die Reise einfach? Nein! Hab ich’s alleine geschafft? Nein! Ich hatte Hilfe, wohl keinen Psychiater, dafür Menschen die mir zeigen konnten, wie ich mit allem umgehen kann und zu mir selber finde! Töhnt doof, isch aber eso! Ich bin weiss Gott deswegen auch keine Esotheriktante, aber würde sagen, ich seh die Welt nun schon etwas anders!

Das Highlight kam dann aber am 24.08.17, wir flogen in unsere wunderschönen Flitterwochen! (Dazu ein separater Blog, mit Harvey und Irma inklusive!)

Die Hitze wollte es am letzten Tag unserer Abreise so und bescherte mir Unterlippenkrämpfe vom Feinsten. Meine Lippe zog sich komplett unerwartet nach unten, während wir auf unseren Transfer warteten. Die Panik war mir deutlich anzusehen. Auch zu Hause traten Sie immer und immer wieder auf, mitten in der Nacht, beim Arbeiten (!) und im Training. Ja ich hab nach genau 3 Wochen angefangen zu trainieren, Kopfüber… sau gueti Idee gsi! -.- Mein Arzt meinte das könne auftreten, ich solle ruhig bleiben und es nicht anfassen. Das tat ich dann auch! 2-3 Monate später war alles weg und mein Gesichtsnerv hat sich erholt. Karl Dall Lippe Adee! Heute sieht man eine kleine Asymmetrie, allerdings nur wenn man es weiss! Wer mich kennt weiss, ich bin ein Controllfreak, was ich nicht kontrollieren kann, wird eliminiert… naja vielleicht nicht ganz so schlimm, sonst wär ich heute wohl kaum verheiratet. Wenn es aber um meinen Körper geht, gibt es unkontrolliert nicht, damit musste sich die Lippe auch abfinden, also wurde sie wieder zur Normalität erzogen. 🙂

Kurz: Ich bin stolz auf meinen Körper, mit allem Drum und Dran! Er hat mir gezeigt, dass ich bremsen muss, hat mir quasi verziehen und mitgespielt. Meine Wundheilung verwunderte sogar die Ärzte! (Narbenbildung, Nerven etc.) Es war hart, die Abheilung dauerte ewig und war mit vielen „Komplikationen“ und Schmerzen verbunden, aber es hat sich gelohnt meinem Köper die Zeit zu geben, die er brauchte.

Danke an meine wirklichen Freunde und Familie, ohne die ich nicht durchgehalten hätte. Ich hatte logisch downs, wurde aber immer wieder aufgefangen und dafür bin ich ihnen auf ewig dankbar. Der grösste Dank geht an meinen Mann, der es nicht viel leichter hatte wie ich, aber IMMER für mich da war! You’re my hero, my best friend and the love of my life! <3

Die anderen, die mich in dieser Zeit verlassen haben (ja die gab es!) dürfen gerne bleiben wo sie sind, denn nur in deinen schwersten Zeiten siehst du, wer wirklich zu dir steht!

PS: Denn alle wollen es wissen… ich habe mittlerweile (heute ist der 12.05.2018) 3 PETCT’s hinter mir und ALLE sind unauffällig, keine Ableger und mir geht es richtig gut. 😉

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